Auf der Suche nach etwas Abwechslung in den kalten, grauen und von guten Vorsätzen reglementierten ersten Wochen des neuen Jahres sind wir über ein Foto unseres Fotografen Martin Moxter gestolpert, bei dessen Anblick es uns gleich wärmer ums Herz wurde und unser Stresspegel gehörig sank. Zwei Frauen sitzen auf einer Düne in der Wüste und werfen Sand in den Wind. Die Atmosphäre wirkt fast mystisch und Szenerie wirkt wie in einer perfekt abgestimmten Choreographie. Wir haben bei Martin nachgefragt.

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©Martin Moxter/Westend61

Martin, welche Idee steckt hinter dieser Aufnahme, wie oft wehte den Damen der Sand ins Gesicht und war die Stimmung trotzdem so meditativ, wie es auf dem Bild rüberkommt?

Martin Moxter

Martin Moxter

Ich war mit meinen Kindern auf einer Fotoreise durch den Oman unterwegs und dieses Bild entstand ziemlich am Ende der Reise. Der Oman: fremde Gerüche, tagsüber enorme Hitze, interessante Menschen, lange holprige und anstrengende Wege im Geländewagen und vor allen Dingen eine sich ständig abwechselnde Landschaft.

Nach einem solchen Tag, an dem man sich am liebsten stundenlang unter die die „kalte“ Dusche gestellt und ein kühles Bier (was es dort ja nicht gibt) getrunken hätte, machten wir uns dennoch auf in die Sanddünen zum Sonnenuntergang. Wir genossen die tolle Aussicht, die sich am Abend schnell abkühlende Luft, den feinen, reinen und kühlen Sand unter den Füßen, die Abgeschiedenheit, Dünen ohne jegliche Spuren von Menschen, das sich ständig ändernde Licht, die absolute Ruhe und spürten den leichten Wind im Haar. Das waren die perfekten Zutaten, um nach einem anstrengenden Tag eine große Freude auszulösen. Die hat sich dann im Hochwerfen des Sandes und im „Rumtollen“ in den Dünen entladen.

Jetzt musste ich, um ein stimmungsvolles Bild zu machen, eigentlich nicht mehr viel machen. Das Licht war gut und der leichte Wind trieb den Models den Sand nicht ins Gesicht. Also rauf auf die Düne, den Sand in die Luft werfen und der Stimmung freien Lauf lassen. Wir hatten alle viel Spaß zusammen.

Es waren Aufnahmen die ich zwar im Kopf hatte, aber sicher nicht gepklant waren. Die richtige Düne suchen, lange Briefings und „Motivationstrainings“ brauchten wir hier nicht als Voraussetzung. Lediglich unser Fahrer war etwas unruhig, da wir vor Sonnenuntergang die Dünnen verlassen mussten, um nicht in die Dunkelheit zu kommen.