Die meisten Shootings stecken voller Überraschungen und unvorhergesehener Momente. Da sind oftmals Spontanität und Witz gefragt und der eine oder andere Ausrutscher vorprogrammiert. Hinterher ist man dann garantiert schlauer als vorher. Mit allen Wassern gewaschen war unser Westend61- Fotograf Bernados sicherlich nach diesem wohl etwas unglücklichen Shooting.

© Bernados/Westend61

Bernd, die Kamera auf dem Foto sieht täuschend echt aus. Wie hast du das angestellt?

Bernados

Wer glaubt, Fotografie bestünde heutzutage nur mehr aus Getrickse mit Photoshop oder irgendwelchen Bildkompositionen, hat sich getäuscht: Für die Aufnahme „Taucher inspiziert Kamerabody“ ließ ich im Studio eine echte, jedoch defekte Spiegelreflexkamera in ein Wasserbassin ein – lediglich die restlichen Elemente montierte ich im Nachhinein ins Bild.
Als ich Stunden später die Typenbezeichnung und das Logo des Kameraherstellers wegretuschieren wollte, stellte ich zu meinem Entsetzen fest, dass ich die Kamerabodies vertauscht hatte. Anstatt das defekte Gerät ins Wasserbad zu legen, hatte ich aus reiner Unkonzentriertheit meine niegelnagelneue Spiegelreflexkamera auf Tauchgang geschickt! Da der Set-Aufbau immer noch stand, hatte das Wasser nun auch genügend Zeit gehabt, selbst in die kleinste Ritze meines Gerätes einzudringen.
Zum Glück wurde immerhin das Foto von Westend61 angenommen, sonst hätte ich mich wohl nie mehr beruhigt. Bisher hat das Bild allerdings nicht die entstandene Schadenssumme eingespielt – aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.