Ich musste mal wieder raus, wollte das Meer sehen. In mir kamen Erinnerungen an die gemeinsamen Segeltörns mit meiner Familie hoch – auf dem holländischen Ijsslemeer, immerzu kalt, bei ruppiger See. Da kam der Anruf meines Vaters gerade richtig. „Hast du mal wieder Lust, mit mir ein paar Tage Urlaub zu machen? Wir fliegen nach Kroatien und segeln eine Woche auf dem Adriatischen Meer.“ Es brauchte keine weitere Überzeugungsarbeit – die Crew war bereits zusammengestellt und ich musste nur noch ja sagen.

Der Katamaran legte mit viel Verpflegung beladen und einer 8-köpfigen Mannschaft aus dem Hafen von Trogir ab und segelte gen Norden. Als es dämmerte, fanden wir uns auf der Insel Zirje wieder, unserem ersten Ziel. Dort gibt es eigentlich nichts außer einem Restaurant auf dessen Speisekarte nur zwei Gerichte zu finden sind: Fleisch oder Fisch vom Grill serviert. Dazu wird Kartoffelsalat und Brot gereicht, ganz simpel und einfach gut. Kindheitserinnerungen werden wach. Nach ein, zwei Gläsern Wein ist die Kombination aus gemütlicher Kajüte und den leichten Wogen der Bucht der Himmel auf Erden. In der Ferne höre ich ein Gewitter und falle in einen tiefen Schlaf.

Die nächsten Tage verlaufen ähnlich. Nacheinander laufen wir Šibenik, Tisno, Primosten und schließlich Split an. Was mir dabei besonders im Kopf geblieben ist, ist die Flaute irgendwo auf der Route zwischen Tisno und Primosten. Die Mannschaft liest Bücher, sonnt sich oder spielt unter Deck Karten. Ich bereite das Essen vor: Fischpfanne mit Bratkartoffeln und Speck. In den salzigen Geruch des Mittelmeers mischt sich der Duft von frisch geschnittenem Knoblauch und Sonnencreme – ich befinde mich kurz in einem Status der vollkommenen Zufriedenheit. Dann decke ich den Tisch und bemerke bereits die aufkommende Brise. Schnell noch essen und schon geht es unter klarem Himmel und mit gesetzten Segeln weiter.

Es sind diese einfachen Geschichten, die das Reisen auf dem Meer schreibt. Geschichten von Gemeinschaft, Weite, kulinarischen Erlebnissen und dem Verweilen bei sich selbst. Die Leidenschaft für die See wird in vielen Familien oft von Generation zu Generation weitergegeben.

Bei ihrer neuen Outdoor-Produktion hatte Johanna Lohr sicher eine Geschichte vom Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit im Sinn. Gemeinsam mit einer dreiköpfigen Familie hatte das kleine Produktionsteam einen guten Törn, wie die hervorragende Produktion beweist. Zwar fand das Shooting nicht auf der Adria, sondern dem heimatnahen Tegernsee statt. Die Szenerie könnte aber genauso im Mittelmeer sein. Alle diese Sehnsucht weckenden Bilder findet ihr natürlich unserem Webshop.