Als Zeitzeugen des digitalen Wandels erleben wir einen Abschnitt der Geschichte, von dem spätere Generationen zweifellos einmal sagen werden, er sei der Beginn einer neuen Ära gewesen. Die weltweite Vernetzung der Menschen durch das Internet – vor 25 Jahren noch Zukunftsmusik – hat binnen weniger Jahre viele Aspekte unseres Zusammenlebens tiefgreifend verändert. Konnektivität ist zu einem der Megatrends unserer Tage geworden. Der Begriff bezeichnet die Fähigkeit  von Betriebssystemen, zwischen einem Rechner und Netzwerken, besonders dem Internet, eine Verbindung herzustellen. Das weltumspannende virtuelle Netzwerk hat den Globus ein Stück kleiner gemacht: Inzwischen kann jeder mit beinahe jedem auf der Welt in Kontakt treten.

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Das Internet verbreitet sich rasant

Laut einer Erhebung des Zukunftsinstituts nutzen heute rund 42 Prozent der gesamten Weltbevölkerung von gut sieben Milliarden Menschen das Internet, besonders in Afrika nimmt die Zahl der Internetnutzer weiterhin stark zu. In Nordamerika, Europa und Australien lag die Quote der Internetnutzer im Jahr 2014 schon bei durchschnittlich 70 Prozent.

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In Deutschland hatten im selben Jahr bereits 84 Prozent der Haushalte einen Internetzugang. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren Anfang 2014 rund 80 Prozent der Deutschen ab zehn Jahren im Internet unterwegs. Bei der Altersgruppe bis 44 Jahren lag die Quote der User schon bei 100 Prozent, während es bei den Älteren über 65 Jahre noch weniger als 50 Prozent waren.

Immer mehr Menschen mobil online

Mit der flächendeckenden Verbreitung mobiler Endgeräte für den Internetzugang haben Dynamik und Wirkungskraft des Trends Konnektivität einen weiteren Schub erhalten: Beim Statistischen Bundesamt geht man davon aus, dass rund zwei Drittel der Internetnutzer auch mobil online sind – Tendenz steigend.

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Die Entwicklung zahlreicher Kommunikationstools ermöglicht ganz neue Formen des Austauschs. In Deutschland besitzen laut Zukunftsinstitut mehr als 70 Prozent der Internetnutzer ein Profil bei Facebook.  Weltweit geht man derzeit von dreieinhalb bis vier Milliarden Profilen bei sozialen Netzwerken aus; das Technologie-Marktforschungsunternehmen The Radicati Group rechnet bis 2018 mit einem Zuwachs auf bis zu 5,3 Milliarden Profile.

Industrie 4.0

Nicht nur die Menschen untereinander, sondern auch Mensch und Maschine sind zunehmend miteinander vernetzt. Durch die Digitalisierung ganzer Produktionsabläufe in der Industrie können viele Prozesse automatisiert und der Effizienzgrad gesteigert werden. Die gesamte digitale Transformation  aus wirtschaftlicher Perspektive unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ hat bereits begonnen. Längst ist es keine Seltenheit mehr, dass Beschäftigte von jedem Ort aus ihren Job erledigen können, auch – Stichwort „Home Office“ – von daheim aus.

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Tummelplatz der einsamen Herzen

Doch das Internet hat nicht nur die kühl kalkulierende, nüchterne Welt der Büros und Fabriken einem rasanten und tiefgreifenden Wandel unterworfen; die weltweite Vernetzung revolutioniert auch die Art und Weise, wie wir miteinander in Kontakt treten, Gemeinschaft herstellen oder Gleichgesinnte finden – in welchem Lebensbereich auch immer. Das erstreckt sich sogar auf das romantische Feld der Liebe: Längst ist das  World Wide Web  zum Tummelplatz der einsamen Herzen geworden, eröffnet es doch ganz neue Möglichkeiten der gezielten Partnersuche. Ob es dann auch funkt, steht auf einem anderen Blatt…

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Niedrigere Zugangsbarrieren

Und natürlich beeinflusst der Trend zur Konnektivität, der jederzeit von beinahe jedem Ort mögliche Zugriff auf eine unübersehbare Menge von Daten, die Art und Weise, wie jeder von uns sich sein Bild von der Welt macht. Und zwar nicht nur durch die Verbreitung von Nachrichten und  Texten, sondern durch die Verfügbarkeit einer wahren Flut von Bildmaterial im Internet. Damit sind wir beim Quantensprung von der analogen zur digitalen Fotografie. Westend61 machte sich bei der Konzeption seines erfolgreichen Geschäftsmodells „stock photography“ den Umstand zunutze, dass heute der weltweite Austausch von Informationen und Bildmaterial in Sekundenschnelle möglich ist. Die digitale Vernetzung mit den Fotografen in aller Herren Länder ist für Westend61 lebenswichtig. Und für die Anbieter guter Fotografie ist es umgekehrt leichter geworden, einen Abnehmer für ihre Bilder zu finden. „Durch die digitale Revolution sind die Zugangsbarrieren viel niedriger geworden, der Austausch mit den Fotografen ist jetzt viel leichter“, weiß Gerald Staufer, CEO von Westend61.

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Wurden in den Anfangstagen von Westend61 in den frühen 2000er-Jahren manchmal noch zeitaufwendig Dias eingescannt, so ist es heute möglich, in kürzester Zeit eine Vielzahl von Digitalfotos zu übertragen und zu speichern. Gleichzeitig sind die Speicherkapazitäten größer und preisgünstiger geworden: „Dadurch sind sozusagen unsere ,Lagerkosten‘ gesunken und wir können mehr Geld in Creative Research investieren“, erklärt Gerald Staufer. Zudem erleichtert das Internet die Bewerbung des eigenen Portfolios und damit den Zugang zum Kunden. Die Nutzung sozialer Medien ermöglicht die Koordination von Teams oder einzelnen Mitarbeitern an weit voneinander entfernten Orten.

Pulsierende Lebensader Internet

Für Westend61 und seine Fotografen ist die weltumspannende Datenautobahn sozusagen die pulsierende Lebensader, durch die Ideen, Inspirationen und die Ergebnisse ihrer kreativen Umsetzung mit der Kamera fließen – blitzschnell und über Ländergrenzen hinweg, manchmal sogar von Kontinent zu Kontinent. Jede Fotografie transportiert eine Botschaft an die Betrachter in aller Welt, sie illustriert einen bestimmten Aspekt des Lebens und macht ihn für viele Menschen begreifbar. Die digitale Bilderwelt ist somit ein perfektes Beispiel für die Wirkungsmacht von Konnektivität, gemäß der alten journalistischen Devise: „Ein gutes Bild sagt mehr als tausend Worte“.