Klickt man sich durch die bunten Bilderwelten von Westend61, bleibt das Auge schnell an stimmungsvollen Aufnahmen von entlegenen Orten hängen. Und wenn dann noch ein paar Fotos dabei sind, auf denen ein junger Mann mit ungebändigter Haarpracht im Adamskostüm von hinten in wilder Landschaft zu sehen ist, dann kann man ziemlich sicher sein, dass man gerade die Arbeiten von Valentin Weinhäupl betrachtet.

Schon früh begann der 30-Jährige aus dem österreichischen Mondsee mit dem Fotografieren, und das ist kein Zufall, wurde ihm dieses Metier doch sozusagen in die Wiege gelegt: Sein Vater Wolfgang Weinhäupl ist ebenfalls Fotograf, und auch er bietet sein Bildmaterial unter anderem über Westend61 an. Etwa seit seinem 19. Lebensjahr widmete sich Valentin ernsthafter der Fotografie und konnte dabei viel vom Know-how seines Vaters profitieren. Dazu gehört auch, dass Valentin – obwohl selbst schon zur Generation der „Digital Natives“ zählend – noch viel Wissen über die analoge Fotografie vom Vater mitbekam. Umgekehrt profitiert Wolfgang Weinhäupl immer wieder vom Wissen des Sohnes über die vielen Möglichkeiten digitaler Fotografie und Bildbearbeitung. „Das ist also ein Geben und Nehmen“, beschreibt Valentin dieses fruchtbare Miteinander zweier Fotografengenerationen.

Es waren gerade die neuen, mannigfaltigen Möglichkeiten der Digitalfotografie, die Valentin schon früh interessierten und ihn in dem Wunsch bestärkten, die Fotografie zum Beruf zu machen. Sein Hauptmetier bilden heute Auftragsarbeiten wie Hochzeitsfotos und Werbefotografie, doch Valentins Herz gehört der Landschaftsfotografie, wie er sie über Westend61 anbietet: „Dabei habe ich einfach mehr Spielraum zur Verwirklichung meiner Ideen“, erklärt er. Oft entstehen diese Bilder an abgelegenen, exotischen Orten. Ein besonderer Sehnsuchtsort ist für Valentin Neuseeland: „An diesem Land fasziniert mich die landschaftliche Vielfalt, vor allem auf der Südinsel“, erklärt er. Das Nebeneinander unterschiedlichster Klimazonen, Vegetationsformen und Szenerien, von Strand bis Gletscher, übt auf ihn – und damit ist er sicher nicht allein – einen ganz besonderen Reiz aus.

Aber auch wilde Gefilde auf der Nordhalbkugel haben es ihm angetan, zum Beispiel die nordnorwegische Inselgruppe der Lofoten. Zu seinen beeindruckendsten Erlebnissen im hohen Norden gehörte das selten zu beobachtende Naturschauspiel der Nordlichter: „Das ist einfach etwas Mystisches, man fühlt sich sehr klein dabei, hat aber auch Glücksgefühle“, schwärmt Valentin. Umso besser, wenn dann noch ein paar magisch anmutende Bilder davon gelingen… Und dann war es auch dieses besondere Licht des Nordens, das es ihm angetan hat: „Im Herbst steht dort oben auch mittags die Sonne tief am Himmel, und man kann gute Aufnahmen machen“.

Kein Wunder, dass solche Umgebungen inspirierend auf Valentin wirken, vor allem wenn er, wie er das manchmal tut, alleine loszieht um die Welt mit der Kamera zu erkunden. Mutterseelenallein auf einem einsamen Dschungel-Highway in Neuseeland stehend, kam ihm die Idee zu einem Selbstporträt in wilder Landschaft. „Das gibt es aber eigentlich schon zu Genüge“, dachte er sich dann aber. Irgendein besonderer Akzent musste noch mit rein… So entstand die Idee zu einem seitdem immer wiederkehrenden, aber immer wieder neu variierten Motiv, das sozusagen zu seinem Markenzeichen wurde: Rückansicht von nacktem Mann in wilder Landschaft. „Naked-ass-Fotos“, nennt Valentin dieses Genre schmunzelnd.

Seine junge und frische Herangehensweise macht Valentin zu einem geschätzten Partner für Westend61. Und das gilt auch umgekehrt für Valentin: „Das Verhältnis ist sehr unkompliziert. Während man bei anderen Agenturen manchmal nur eine Nummer ist, merkt man hier, dass man dazugehört und Unterstützung bekommt. Ich mag diese sehr persönliche Beziehung zum Team“, sagt er über seine mittlerweile rund achtjähriger Partnerschaft mit Westend61.

Selbstverständnis und Teamgeist von Westend61 passen gut zur Spontanität und Lockerheit, die die Bilder von Valentin Weinhäupl auszeichnen. „Geplante Shootings mit Models und so mag ich eigentlich weniger“, verrät er. Viel lieber ist es ihm da schon, einfach mit der Kamera loszuziehen, am besten mit ein paar Freunden, und zu sehen, was ihm dabei so vor die Linse kommt, welche Ideen man miteinander entwickelt und schließlich zu einem Bild komponiert.