Seit Jahren tragen wir nun schon unsere Smartphones in unseren Hosentaschen durch das Leben. Zahlen per iPhone, Projektmanagement geht via Google Phone: alles inzwischen Tagesgeschäft für uns. Die Cloud sorgt dafür, dass wir ständig und überall Zugriff auf persönliche und auch sensible Daten haben. Wir halten Konferenzen in Cafés quer über den Globus ab, sharen Screens und arbeiten bilateral im Netzwerk. Der nächste Schritt der Connectivity ist derweil schon getan. Ein Schritt, der unser Leben auf ein neues Niveau hievt.

Von der Käsetheke aus schließen wir bei drohendem Regen die Schlafzimmerfenster, ganz bequem via App. Wir regeln die Heizungstemperatur für den Zeitpunkt, wenn wir nach Feierabend zu Hause einchecken wollen. Smart Spaces sind schon längst keine Zukunftsmusik mehr. Moderne Gebäudetechnologie fördert unseren Komfort, sei es im trauten Eigenheim, oder auch am Arbeitsplatz.

Der Mensch im Mittelpunkt

Für viele von uns ist es selbstverständlich, die eigenen vier Wände oder den Arbeitsplatz clean zu halten. Wir sind nun mal Deutsche, und Ordnung ist in unserem Wertekanon ein hohes Gut. Wenn wir darüber hinaus die Dinge aber von einem ganz anderen Ort aus steuern können, ist das erst mal ein absoluter Traum. Couchkartoffeln wie auch Manager werden da ziemlich schnell hellhörig, wobei letztere mit ihrem Faible für Optimierung ganz besondere Smart-Spaces-Fans sind. In ihrem Alltag dreht sich alles darum, ihr Zeit-Konto, privat, zu perfektionieren, und das tun sie gerne mit Einsatz der neusten technischen Gadgets. Jede Smartphone-Funktion ist also erkundet, und jedes technische Feature kann genutzt werden. Hier befindet sich, in handlicher Größe, das El Dorado oder Epizentrum für jeden Entwickler von smarten Anwendungen. Vom Menschen, unter Berücksichtigung seiner individuellen Mobilität und seinem Zeit-Budget ausgehend, werden Haushalt und Arbeitsplatz gesteuert. Was das Eigenheim betrifft, haben wir ein ziemlich klares Bild von den Möglichkeiten, aber wie sieht es eigentlich mit dem Office aus?

Meeting Automation und Space Booking

Noch mehr als im Privaten geht es im Berufsleben um die Optimierung von Zeiten und Kapazitäten, denn Zeit ist schließlich Geld. Die Ansprüche an moderne Gebäude-Managementsysteme, wie man ein Smart Space auch übersetzen könnte, sind also vor allem die effiziente Organisation von Besprechungen und Officebooking. Dazu gehört zum Beispiel die automatische Buchung von Räumen, die die ideale Größe für ihre User aufweisen und eventuell die kürzeste Anreise-Entfernung für den Großteil der Meeting-Teilnehmer garantieren. Sollte ein wichtiger Teilnehmer des Meetings verspätet sein, würde ein integriertes System eine Nachricht an alle weiteren Teilnehmer senden, um unnötigen Zeitverlust vorzubeugen. Die bleiben dann an ihrem Arbeitsplatz sitzen, dessen Schreibtischplatte sich zum Beispiel zu Arbeitsbeginn auf ihre favorisierte Höhe eingestellt hat. Wie bitte?

Wer aufmerksam mitgelesen hat, hat gemerkt, hier spielt doch noch etwas die Zukunftsmusik. Um Kapazitäten zu schonen, werden in Zukunft weniger feste Arbeitsplätze und Schreibtische vergeben, sondern es wird smart geteilt. Ein System wird dann erkennen, welche Tisch- und Sitzhöhe die anwesende Person präferiert, natürlich inklusive automatischer Regulierung der Raumtemperatur.

Das alles führt dazu, dass Räume besser ausgelastet werden. Die Wartung wird effizienter, und somit entstehen solide Einsparungen, auf jeden Fall ein geldwerter Vorteil. Darüber hinaus macht der smarte Arbeitsplatz eine eventuelle Evakuierung des Gebäudes im Notfall einfacher.

Aus Vision wird Wirklichkeit

Die Implementierung von smarten Arbeitsplätzen erfordert zunächst einige Investitionen, die aber mittelfristig mit Effizienz belohnt werden. Technologie-Unternehmen auf der ganzen Welt arbeiten mit Eifer an produktivitätssteigernden Lösungen in der Gebäude-Technologie. Die Möglichkeiten scheinen auf den ersten Blick unerschöpflich. Natürlich bedarf es auch einiges an Umdenken in vielen Unternehmenskulturen und den Usern selber. Es schwimmt immer die Frage nach Kontrollabgabe und zu hoher Transparenz des Menschen mit, wenn es um die Automatisierung durch technologische Systeme geht. Demgegenüber stehen Vorteile wie geregelter Ressourceneinsatz von Licht, Wasser, Abwasser, Heizung und Kühlung und, ja auch das ist sehr wichtig, es geht um ein gesteigertes Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

Der smarte Arbeitsplatz liegt noch ein Stück weit in der Zukunft, ist aber nicht allzu weit entfernt. In der Fotografie geht da alles ein wenig schneller. Zukunftsmusik sind hier immer die aktuellen Tunes, und schon seit längerem häufen sich entsprechende Motive von digitalen Interfaces, Connectivity und Smartphone-gesteuerten Systemen. Smarte Technologie und Stockfotografie, das passt einfach. Höchste Zeit also, die smarte Lightbox vorzustellen.