Es sind drastische Zeiten, in denen wir gerade leben. Nein, das wird kein politischer Text, sondern wir spielen auf das Lieblingsthema eines jeden Deutschen an: das Wetter. Alle reden davon und jetzt auch wir – wir wollen uns aber nicht beschweren.

Die Tage werden kürzer, spürbar kälter, einfach düsterer. Es regnet viel, der Wind treibt uns die Kälte ins Mark und die Stimmungslage wird schlechter. Gerade nach einem Sommer, der uns zu sehr verwöhnte, trifft der Wetterumschwung so machen richtig hart. Manche bekommen miese Laune, werden antriebslos oder noch schlimmer, erleiden eine Herbstdepression. Die ist übrigens nicht nur eine Redewendung, sondern eine reale Stimmungsschwankung – eine sogenannte saisonal abhängige Depression, kurz SAD.

Weniger Serotonin, mehr Melatonin. Wie bitte?

Der Hintergrund ist ganz einfach erklärt. Durch Zeitumstellung und Wetterumschwung sind wir schlagartig weniger Sonnenlicht ausgesetzt. Unsere Körper produzieren in der Folge weniger Serotonin, seines Zeichens Botenstoff des Glücks. Unsere Stimmung wird schlechter, wir bekommen Heißhunger oder auch das Gegenteil davon, Appetitlosigkeit. Aber warum sind wir so müde und schlapp?

Auch dafür gibt es eine Erklärung. Scheint die Sonne weniger, schüttet der Körper mehr Melatonin aus, was dem Körper signalisiert: Zeit für Winterschlaf! Das macht in der Geschichte der menschlichen Evolution auch sicherlich Sinn, aber erkläre mal jemand seiner Chefin oder seinem Chef, es sei jetzt an der Zeit für ein Nickerchen am Schreibtisch, denn es ist ja schließlich trübe und es regnet sowieso die ganze Zeit. Das könnte schwierig werden.

Was machen wir gegen die Tristesse?

Schlechte Stimmung kann bekämpft werden. Mit Bewegung, Bewegung, Bewegung und das am besten an der frischen Luft und bei Tageslicht. Am besten ein halbe Stunde und zur Not in der Mittagspause.

Wenn wir schon mal dabei sind – ein kleiner Exkurs: Die Ernährung spielt eine große Rolle, denn zu wenig Serotonin wirkt sich auch auf unseren Magen aus. Wir sollten daher darauf achten, uns entsprechend zu ernähren. Goodbye Pommes und Currywurst – welcome Obst, Gemüse und Kohlenhydrate. Denn gesunde Ernährung lindert das Erkältungsrisiko!

Zurück zur Bewegung. Wer die Zeit und den Willen hat, der kann sich schon vor dem Weihnachtsfest gegen die Pfunde stemmen. Sport ist als Produzent von Glückshormonen perfekt gegen die Herbstdepression geeignet. So wird aus dem Herbstblues die Musik, die dich antreibt. Im Idealfall betreibst du den Sport in einer Gruppe. Ob kleine Jogging-Runden, Nordic Walking oder Skigymnastik – soziale Kontakte fördern das Gemüt. Das gilt auch abseits des Sports. Dann ist es halt nicht mehr das After-Work-Bier im Biergarten, sondern ein Spiele- oder Filmabend.

Wir fassen das Rezept gegen den Herbstblues zusammen: Bewegung, gesunde Ernährung und Zeit mit Freunden – schon geht es dir viel besser!

Ein weiterer Tipp: dekoriere dein Zuhause in kräftigen Farben. Von denen hat der Herbst eine Menge zu bieten. Die passende Inspiration findest du in unserer Herbst-Lightbox.



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