„Wir sind unsere Entscheidungen“, sagte schon der französische Philosoph Jean-Paul Sartre. Wenn wir mal genau über dieses alltägliche Phänomen nachdenken, so ist es schon erstaunlich, wie oft wir bereits am frühen Morgen, vor Verlassen unseres Hauses, die Prioritäten gesetzt haben. Sei es das wiederholte Drücken der Snooze-Taste. Oder soll es heute Orangen- oder Himbeer-Marmelade sein? Weißblau-gestreiftes Businesshemd oder doch nur das T-Shirt unter dem Boss-Jackett: And so on, es geht den ganzen Tag, und auch die Nacht, so weiter.

Der Verlauf unseres Tages ist im Grunde bestimmt durch die Konsequenzen unserer zutiefst persönlichen Urteile: Wie fühlen wir uns denn heute? Wie empfinden wir das Verhältnis zu unseren Mitmenschen, also Freunden, Kollegen? Angenehm, stressig oder medium? Egal, was nun zutrifft. Wir werden auf der jeweils aktuellen persönlichen Matrix unsere nächsten Optionen basteln. Das muss sein.

Den Fokus finden formt

Ein definitiver spontaner Entschluss fällt uns in der Regel nicht schwer, wenn es nicht gerade um Megathemen wie Berufswahl oder eine große Investition geht. Hier braucht man ein wenig mehr Zeit, und zum Glück steht diese Option auch nicht jeden Tag an. Sich orientieren kann ganz schön viel Arbeit bedeuten. Wir treffen Entscheidungen nach Logik oder aus dem Bauch heraus, beeinflusst durch Freunde oder durch eigene Erfahrungen. Wir treffen sie bewusst und unbewusst, mal voll Emotionen und manchmal auch kühl und kalkuliert. In unserem Dasein als ein selbstbewusster professioneller Entscheidungsträger bündeln wir ein Superpacket aus Logik, Bauchgefühl, Empathie und Risikobereitschaft und machen uns so, für alle sichtbar, zu dem Menschen, der wir sind.

Immer mit an Bord: das Gemeinwohl

Wie wir es bereits angedeutet haben, haben manche unserer Entscheidungen mehr Gewicht als andere. Wenn wir den Pullover, den wir morgens enthusiastisch übergestreift haben, mittags schon nicht mehr sehen können, dann ist das ein Luxusproblem, das wohl schnell gelöst ist. Vielmehr geht es um unsere Vorlieben bei der Auswahl. Sie kann unsere Zukunft, so abstrakt es auch klingen mag, positiv beeinflussen: Der Kauf eines neuen öko-affinen Autos oder die Berufswahl (vielleicht ein Job im Green-Business) ist ein demonstratives Statement. Indem wir entscheiden, tragen wir die Verantwortung für unser eigenes Wohl und oft auch das unserer Mitmenschen.

Nirgends wird diese Tatsache deutlicher als bei politischen Wahlen. Die Behauptung, man könne mit seiner Wahlstimme nichts am politischen System ändern (eine Art pandemisches Ohnmachtssyndrom), ist schlichtweg falsch. Wenn wir uns die eigene Stimme nehmen, kann sie uns auch niemand geben. Entwicklung und Gerechtigkeit beginnen beim Individuum. Das gilt für die politische Ausrichtung eines Landes, soziale Gerechtigkeit und auch den Klimawandel. All dies sind Themen, die wir gewissenhaft als die wichtigsten unserer Zeit bezeichnen können und zu denen sich jeder bekennen sollte. Auch wenn es heißt, dass die richtige Entscheidung Einschnitte bedeuten könnte.

Entscheiden zu können, ist ein Luxus. Dieser Schatz bleibt leider vielen, ja sehr vielen Menschen verwehrt. Wir sollten ihn also entsprechend wertschätzen und versuchen, durch unsere Entscheidungen zum Wohl anderer Menschen beizutragen. Das fängt schon im Kleinen an, wenn es zum Beispiel Spenden geht.

Die Bildsprache zeigt den Weg

Wie im Alltag stecken Entscheidungen auch in Kampagnen, oder besser gesagt, eine Kampagne zeigt dem Betrachter, wo es, ganz smart, hingeht. Je besser das Bild die Botschaft transportiert, desto stärker der Einfluss. Die Entscheidung wird dem Rezipienten vereinfacht, manchmal sogar ganz abgenommen: Das nennt man nicht ohne Stolz einen Volltreffer. Manchmal ist die Botschaft das Entscheiden selbst. Für diese spezielle Ansprache hat unser Creative Department eine Lightbox erstellt, die den Entscheidungsprozess in vielen Bildern unserer Fotofragen darstellt. Diese Lightbox findet ihr in unserem Shop.