In den vergangenen Monaten haben wir an dieser Stelle mehrfach das Thema „Helden“ unter verschiedenen Aspekten behandelt. Wir meinten damit nicht irgendwelche auf einen hohen Sockel gestellten Lichtgestalten, sondern Leute wie du und ich, die mit ihrem Verhalten Vorbilder für ihre Mitmenschen sind.

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Wir ahnten nicht, wie aktuell das Thema im Corona-Kontext werden würde: Wie jede Krise nährt die Pandemie das Bedürfnis, allerlei vermeintliche „Helden“ zu identifizieren, die uns den Weg aus dem Dunkel zurück ans Licht weisen könnten.

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Die wahre Substanz vieler dieser „Heldenepen“ schwankt schlichtweg irgendwo zwischen pathetisch und peinlich: Faul daheim auf dem Sofa zu liegen etwa macht einen noch lang nicht zum Helden, nur weil Nichtstun auf einmal zur hehren staatsbürgerlichen Pflicht erklärt wird… Schwamm drüber: Wieviel erfrischender und vor allem ehrlicher ist da doch ein bisschen komische Distanz, auch und gerade unter widrigen Umständen: Das ist auch die Stunde der Anti-Helden, die bei allem Wissen um den Ernst der Lage auch mal über sich und das Leben lachen können… und vielleicht andere damit anstecken und aus ihrer Trübsal reißen.

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Gerade dann, wenn sich für unverrückbare gehaltene vermeintliche Gewissheiten unter der Wucht unvorhergesehener Ereignisse pulverisieren und unsere vertraute Welt ins Wanken gerät, brauchen wir kein selbstmitleidiges Gejammere und hohle Sprüche – sondern Aufmunterung von Menschen, die solchen Stunden gewachsen sind: Wir reden hier nicht von Pfarrern, Psychotherapeuten, selbsternannten Moralwächtern und schon gar nicht von Politikern, sondern wir reden hier von den Schelmen unter (und in jedem von!) uns, die dem Leben frech die Zunge rausstrecken und auch in den düstersten Stunden ihren (schwarzen) Humor nicht verlieren.

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In „normalen“ Zeiten mögen diese Spaßvögel manchmal wie das völlige Gegenteil von Helden wirken. Weil sie sich trauen, öfter mal aus der antrainierten Rolle zu fallen, haftet ihnen der Ruf eines etwas kindischen und unernsten Zeitgenossen an. Trotzdem können sie uns manchmal einen miesen Tag retten: mit einem guten Witz, einem originellen Spruch, einer bühnenreifen Hanswurstiade und – ganz wichtig – mit ihrer Fähigkeit sich selbst und das Leben nicht zu ernst zu nehmen.

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Das gilt umso mehr, wenn Angst und Verunsicherung alle Köpfe beherrschen: Dann ist der unverwüstliche Humor der Anti-Helden Gold wert – und in der Krise steigt der Preis des edlen Metalls bekanntlich am stärksten. In vielen kleinen und großen Komikern steckt ein ernster, manchmal melancholischer Mensch, dem die tragischen Seiten des Lebens wohlvertraut sind. Das hat diese Charaktere besser auf Zeiten vorbereitet, in denen die allzu oft nur zur schau gestellte Maske des Frohsinns von vielen Gesichtern verschwindet oder zumindest hinter einem Mundschutz versteckt werden muss.

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Die augenzwinkernde Zuversicht solcher Spaßvögel kann dann manchmal mehr Gemeinsinn stiften und Vertrauen in die Zukunft wiedergeben als viele hohle Phrasen. Und wenn der Corona-Spuk vorbei ist, werden wir hoffentlich diejenigen, die uns in all unserer Sorge erheitert haben, länger im Gedächtnis behalten als all die Panikmacher, Hamsterer und Hasenfüße.

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Also traut euch als Fotografen ruhig mal ein paar Helden-Karikaturen in Szene zu setzen. Denn Humor ist nicht nur, wenn man trotzdem lacht, sondern für uns alle auch so wichtig wie die Luft zum Atmen – und zwar in allen Lebenslagen. Feiert in euren Bildern auch einmal Menschen, die ihrer Unangepasstheit auf humorvolle Weise Ausdruck verleihen und es mit Monty Pythons „Brian“ halten, der noch am Kreuze hängend singt: „Always look on the bright side of life…“Zur Lightbox - Antihelden