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„Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit“, das sagte Ludwig Börne. Der Satz des deutschen Journalisten und Literaturkritikers steht, in Stein gemeißelt, seit über 180 Jahren.

Gesundheit ist heute vieles: Trend, Leidenschaft und natürlich auch Business. Sie ist allgegenwärtig in unseren Wünschen. Ein kleiner Blick in die Magazine genügt: „In 10 Steps zu mehr Gesundheit.“ Wir öffnen Instagram: Influencer zeigen uns ihre Picture-perfect-Bodies. Wir gehen spazieren: Eine Gruppe Läufer passiert uns, und unserer Unterbewusstsein hebt mahnend den Zeigefinger, ohne Erbarmen, sollten wir nicht auch auf dem Fitness-Parcours unterwegs sein? Der Mensch schafft bekanntlich vieles. Es ist ein Paradoxon, aber manchmal kann der Gesundheitsgedanke auch pathologische Züge annehmen.

Millionen Wege ins Gesundheits-Glück

Am Ende wollen wir alle gesund sein. Zu jedem Geburtstag und jeder Hochzeit, manchmal auch einfach zwischendurch, ist unser leibliches und seelisches Wohl und das unserer Freunde der innigste aller Wünsche. Nun sind die einen glücklicher, die anderen weniger, so spielt leider das Leben. Eines kann man aber festhalten: Die Gesundheit fällt nur in kleinen Teilen vom Himmel, und wer gesund sein will, der muss auch ein wenig dafür tun. Tolle Pläne gibt es tausende, aber wie wissen wir, was richtig für uns ist? Wer gesund leben will, der muss vor allem erst mal eines tun: intensiv lesen. Googlen wir unter dem Stichwort „Gesundheit“, dann bekommen wir 379 000 000 Ergebnisse, ungefähr. Eine Menge Lesestoff über die perfekte Ernährung, über den richtigen Sport oder grundsätzlich über die richtige Einstellung. Laufen oder Radfahren, Meditation oder Yoga: Wie soll man da noch den Durchblick behalten? Wir sind der Meinung: Alles in Maßen, und jeder sollte den für sich richtigen Weg finden. Wir skizzieren einfach einmal unseren.


Mit Kardashians im Diätendschungel

Low Carb, Low Fat oder doch besser Paleo? Den Durchblick bei Diäten zu behalten, ist so schwierig wie bei den Jenner- und Kardashian-Schwestern. Dann noch zu wissen, welche jetzt die richtige ist, scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Vorneweg sagen wir, wer das Thema wirklich ernsthaft angehen möchte, der sollte doch mal einen Termin mit einem Ernährungsberater in Erwägung ziehen. Jeder Körper tickt anders, und oft ist man bei der Reduktion von Lebensmitteln schnell dabei, wichtige Nährstoffe auszulassen.

Für alle anderen haben wir ein smarte Tipps parat. Da wir Genießer sind, fangen wir mit einer erleichternden Nachricht an: Alkohol ist ok! Damit meinen wir natürlich nicht, dass wir uns jetzt ordentlich einen hinter die die Binde kippen können, denn grundsätzlich schadet Alkohol unserem Stoffwechselorgan Nummer eins, der Leber. Trinken wir viel, wirkt sich das negativ auf Fettverbrennung und Schlaf aus. Das ist genau das Gegenteil von Gesundheit. Die gute Nachricht: 2- bis 3-mal pro Woche können wir in kleinen Mengen Alkohol genießen. Zum Beispiel enthält Rotwein gesundheitsfördernde Polyphenole, von denen einige entzündungshemmend wirken. Also: Drink responsibly!

Ein weiteres Schmankerl halten wir mit dunkler Schokolade parat. Der Kakao darin enthält neben Magnesium, Kalium, Eisen, Kupfer, Chrom, Zink und Mangan auch Nährstoffe wie Theobromin, Flavonoide, Serotonin und Dopamin. Letztere wirken stimulierend auf den Kreislauf und das zentrale Nervensystem, erhöhen die Elastizität der Blutgefäße und wirken sich damit positiv auf den Blutdruck aus. Dabei gilt: Je dunkler die Schokolade, desto mehr gesunde Stoffe.

Bei all den Erlaubnissen geht es leider auch um ein bisschen Verzicht: Wer schön sein will, muss leiden (das ist so gar nicht mehr zeitgemäß), und wer gesund sein will, muss eben Einschränkung üben (das ist leider zeitgemäß). In unserem Fall heißt das Zauberwort Sättigungsbeilagen. Stärkehaltige Kohlenhydrate müssen raus oder, besser gesagt, gar nicht erst rein. Die finden wir eben in diesen Beilagen, sprich: Kartoffeln, Nudeln, Reis und auch Brot. Stattdessen sollte die Ernährung eiweißreich sein, „fettschlaue Ernährung“ könnte man auch sagen. Das Eat-Smarter-Portal hat hier eine tolle Liste an entsprechenden Zutaten zusammengestellt, die bei der Auswahl helfen sollte.

Sport tut richtig gut!

Wenn die Ernährung das A in Bezug auf einen gesunden Lebensstil ist, dann ist die körperliche Betätigung das O. Let’s talk about sports. Da kommen wir einfach nicht drum herum. Regelmäßiges sportliches Training stärkt unter anderem das Immunsystem, hält das Herz-Kreislauf-System fit und kann einer Vielzahl von Krankheiten vorbeugen. Wir reden hier auch nicht davon, dass wir nun alle für den nächsten Marathon trainieren sollen, denn zu viel Sport kann auch gefährlich sein, aber 3- bis 4-mal pro Woche sollten wir uns doch 30 Minuten zumindest mäßig anstrengen können, wenn es der Körper uns dann mit oben genannten Auswirkungen zurückzahlt. Vor allem Ausdauersport wie Radfahren und alle Laufen-Einheiten sind gut für unsere Herzmuskulatur und die Durchblutung unserer Gefäße. Also, ab und an einfach mal die Laufschuhe anziehen und raus an die frische Luft. Das tut gut.

Damit es dann dem Körper nicht zu einseitig wird, denn das bringen etliche Sportarten auch mit sich, empfehlen wir Core-Training. Eine gut trainierte Körpermitte schont unsere Wirbelsäule und Bänder. Zudem werden unsere Gelenke deutlich entlastet, da unser Körper einfach besser ausbalanciert wird und die Belastung von den Gelenken genommen wird. Core-Training, ein Fremdwort? Kein Problem, das offizielle Portal unserer Hauptstadt hat eine kleine Einheit mit schönen Tipps zusammengestellt. Viel Spaß beim sinnvollen Schwitzen!

Fünfe auch mal gerade sein lassen

Bei all der gesunden Ernährung und dem Sport dürfen wir unser seelisches Wohl nicht vergessen. Klar, beim Sport werden Endorphine ausgeschüttet, und wir werden glücklich, aber genauso wichtig ist auch die Erholung: physisch und auch mental.

Ein großes Thema, das in der Stockfotografie immer wieder im Mittelpunkt steht, ist die Digitalisierung. Die macht auch vor der Gesundheit keinen Halt. So wunderbar Tools wie Kalorien-Tracker und Fitnessapps auch sind, zu häufige oder falsche Nutzung birgt Suchtgefahr. Wenn es beim Radfahren nur noch die Gedanken um einen neuen persönlichen Rekord kreisen, wird der Spaß daran schnell durch Stress ersetzt. Wenn der Körper sich nicht nur von der physischen Leistung, sondern sich auch vom Stress erholen muss, haben wir sofort wieder eine Doppelbelastung. Also brauchen wir Pausentage. Das gilt auch für die Ernährung. Wer streng nach einer Diät lebt, der sollte sich auch mal einen Cheat-Day erlauben, an dem das Wunschbuffet grüßt. Das wird der Seele und damit auch dem Körper, gut tun.

Also, fassen wir zusammen: Gesunde Ernährung und Sport sind essentiell für einen gesunden Lebensstil. Aber auch die richtige Erholung und vor allem Entspannung dürfen auf keinen Fall fehlen. Soweit unser
vernunftgesteuerter Ansatz.