Wer bin ich, und wohin will ich mit mir? Diese zwei kurzen, aber unendlich tiefen Fragen sind essenziell für die Lebensplanung. Ob man sie nun beantworten kann oder nicht, spielt eigentlich keine so große Rolle. Vielmehr ist es die immer wiederkehrende Konfrontation mit diesen Sinnfragen, um dem eigenen Leben eben einen selbigen Sinn zu geben. Sind wir mal ehrlich, wer kann diese Fragen wirklich felsenfest beantworten? Und wenn man nun meint, diese Frage beantworten zu können: Woher will man wissen, ob das wirklich der real existierende Lebenszustand ist?

Der Wunschzettel für Erwachsene

Wer nun versuchen will, sein Leben immer mal wieder einzuordnen und somit messbar zu machen, selbst wenn das zu hundert Prozent möglich wäre, dem sind eine schier unendliche Menge an Hilfsmitteln oder Werten gegeben: Beruf, Gehalt, Prestige, die Familienplanung und Wünsche. Letztere bringen uns auf das Thema dieses Beitrags. Wir alle erinnern uns noch mal an die Kindheit und den Wunschzettel, den wir zu Weihnachten immer sehr detailliert an unsere Eltern gereicht haben und die, da sind wir uns ganz sicher, ihn in Richtung Weihnachtsmann transferiert haben. In unserem Kopf existiert diese Liste noch immer, bloß ist sie nicht mehr auf einen bestimmten Tag fixiert, sondern auf den Rest, so traurig es klingt, unseres Lebens: die Bucket List.

Zur Lightbox "Bucket List"

Ein wenig negativ ist dieser Begriff zugegebenermaßen schon geprägt, denn die Auflistung aller Dinge, die man vor seinem Tod noch erleben möchte, stellen viele Menschen vor schwierige Fragen: Doch, mal positiv formuliert: Es gibt fast schon verschwenderisch viel Zeit, etwas zu erleben. Es ist aber auch gang und gäbe, sich diese Liste ohne das Wissen zu erstellen. Getreu dem Motto: Es ist doch schön, Ziele im Leben zu haben. So lange man sich nicht damit unter Druck setzt, sollte jeder also eine Bucket List haben: Soweit unsere Meinung. Es lohnt sich doch einfach, für die schönen Dinge im Leben zu leben.

Schnelle Autos, der Himalaya und, o ja, das schönste Mädchen der Welt küssen

Das Schöne an der Bucket List: Niemand kann einem reinreden. Da gibt es rein gar nichts zu rütteln, kein Richtig, kein Falsch und auch keine zweite Meinung. Man muss seine Ziele im Leben nicht kennen, aber Wünsche hat jeder, und die Summe aller Wünsche ist die Liste, die es abzuarbeiten gilt. Aber was steht nun eigentlich auf so einer Liste?

Ein wunderbares Beispiel für die Bucket List liefert uns der Film „Das Beste kommt zum Schluss“, mit Morgan Freeman und Jack Nicholson, in dem die beiden alternden Männer, die zudem sterbenskrank sind, eben genau eine solche Liste erstellen, die neben greifbaren Reisezielen auch viele Metaphern des Lebens enthält. Hier ein Auszug aus eben dieser Liste:

  • mit einem Fallschirm abspringen
  • einen Shelby Mustang fahren
  • die Pyramiden und den Taj Mahal sehen
  • auf Großwildjagd gehen
  • etwas „Majestätisches“ erleben
  • einem fremden Menschen etwas Gutes tun
  • so sehr lachen, bis man weint
  • das schönste Mädchen der Welt küssen

Shirtless man sitting on floating platform over lake at forest - CAVF56472

Die wesentlichen Dinge zählen

Der Film zeigt auf traurig-schöne Weise, dass nur die Wenigsten alle Ziele in unserem Leben erreichen können. Er ist auch die Rückbesinnung auf das Wesentliche, auf das, was wirklich im Leben zählt. Es sind die Menschen um uns herum, die einer Bucket List erst Sinn einhauchen. Natürlich kann Einsamkeit auch erfüllend sein, doch sind wir vielmehr Herdentiere, die ihre schönsten Erlebnisse mit geliebten Menschen teilen und gemeinsam erleben wollen. Aus diesem Grund haben wir eine Lightbox voller potenzieller
Bucket-List-Momente zusammengestellt, bei denen sicherlich der eine oder andere Fotograf selber einen Haken auf seiner Liste hinterlassen konnte.