Wer in den bunten Welten von Westend61 auf eine abwechslungsreiche Bilderreise gehen möchte, der sollte sich mal die Fotos von Michael Malorny ansehen: Der 34-jährige Münchner Fotograf ist am liebsten mit der Kamera irgendwo auf dem Globus unterwegs – ganz egal, ob zu Wasser, zu Lande oder auch in der Luft. Seine Bilder „leben“ vom Kontrast zwischen Natur und Hightech, von interessanten geologischen und geographischen Formen und Linien, aber auch von einer gewissen kreativen Schlichtheit in der Gestaltung: „Wenn ich aufgeräumte Flächen in der Natur finde, ist das für mich als Fotograf einfach aufregend“, erklärt der gebürtige Nürnberger.

Das Interesse für Fotografie wurde bei Michael Malorny früh geweckt: „Das muss schon gewesen sein, als ich mit sechs Jahren unter Anleitung meines Opas die ersten Fotos geschossen habe“, erinnert er sich. Das Studium der Medienwissenschaften und Fotografie, unter anderem an der University of California Berkeley, war da nur eine logische Folge. Schon während des Studiums konnte Michael Fotoaufträge für namhafte Firmen, darunter DAX-Konzerne, an Land ziehen und seine fotografischen Fähigkeiten vertiefen.

Erfahrung auf beiden Seiten der Fotolinse

Zu seiner Arbeit als Profifotograf kam Michael Malorny aber trotzdem erst auf einem kleinen Umweg, wenngleich in einer benachbarten Branche: Er arbeitete etwa drei Jahre lang als Brand Manager für einen großen Telekommunikationsanbieter. Dabei entwickelte er die Bildersprache für die Außendarstellung in der Werbung und arbeitete dazu eng mit Bildagenturen und Editoren zusammen. Auch Michael Malorny war also eine Zeit lang sozusagen „auf der anderen Seite des Objektivs“ unterwegs, hat den Blickwinkel der Kunden von Bildagenturen eingenommen und dabei sein Gespür dafür geschärft, was auf dem Fotomarkt gefragt ist.

Zweifellos hat ihn der Job als angestellter Brand Manager also weitergebracht, „aber irgendwann fehlte mir zunehmend die Freiheit, eigene Projekte zu verwirklichen.“ In diesem Zusammenhang wurden seine Überlegungen in Richtung Stockfotografie konkreter. Die Kölner Fotografin Mareen Fischinger brachte ihn in Kontakt mit dem Team von Westend61, wo Michael Malorny nun seit Juli 2017 seine Bilder anbietet. Sein zweites Standbein sind Auftragsarbeiten für internationale Technologie- und Konsumgüterhersteller. Über seine Agentur „afine“ betreut er Kunden im Bereich der visuellen Kommunikation (Bildsprache von Marken, Fotoproduktionen bis hin zum einzelnen User Interface / App Design). „Unterm Strich beschäftige ich mich also eigentlich immer nur mit der Produktion von hübschen Bildchen, das aber vollumfänglich“, so Michael Malorny. An der Universität Regensburg lehrt er zudem Fotografie.

Die Selbstständigkeit eröffnete Michael Malorny wieder mehr Möglichkeiten das zu tun, was er am liebsten mag: Unterwegs sein, die Welt durch die Kamera entdecken, aus unterschiedlichen Perspektiven und in den gegensätzlichsten Klimazonen – seien es bizarre Eis- und Schneelandschaften in der klirrenden Kälte Alaskas, die eigenartigen Formen von Sanddünen in der Gluthitze Dubais oder eine ästhetisch geschwungene Küstenlinie irgendwo im europäischen Süden. „Die Formen der Natur in all ihrer Vielfalt sind für mich ein wichtiger Ausgleich zu dem, was ich sonst mache, etwa zu technischen Themen“, erklärt er.

Als Fotograf ruhig auch mal „in die Luft gehen“…

Früh hat er die technische Neuerung der Drohnenfotografie genutzt, bietet sie doch mannigfaltige Möglichkeiten zur Verlegung des Kamerastandpunkts in die Luft und damit ganz neue (Vogel)Perspektiven. Sich abzusetzen und die Dinge im Überblick zu betrachten und dann darzustellen, hat einen ganz eigenen Reiz für Michael Malorny. Neue Perspektiven eröffneten sich für Michael Malorny aber nicht nur durch die Fotodrohne, sondern auch durch seine Mitarbeit bei Westend61: „Ich mag den Austausch unter den Fotografen dort, das ist ein gutes Netzwerk. Und ich habe bei Westend61 schnell einen Ansprechpartner, wenn ich einen brauche“, sagt er. Außerdem habe er dort Zugang zu viel Insiderwissen, das er bei einer anderen Agentur so nicht bekommen könne. Vom wirtschaftlichen Standpunkt her schätzt er den Vertriebskanal von Westend61, der ein weit größeres Potenzial möglicher Abnehmer abdecke als bei anderen Agenturen: „Dadurch habe ich natürlich mehr Chancen meine Bilder zu verkaufen.“