Bilder, die im Gedächtnis bleiben und Emotionen beim Betrachter wecken, zeichnen sich nicht nur durch technisch gute Qualität wie Schärfe und hohe Auflösung aus, sondern insbesondere durch eine zum jeweiligen Thema passende Bildsprache. Mit diesem Kommunikationssystem unterstützt der Nutzer des Bildes visuell den Gedanken, den er dem Betrachter vermitteln will. So vielfältig die mit Bildern illustrierten Themen und Botschaften sind, so variabel muss auch die Bildsprache sein, um einen stimmigen Eindruck zu hinterlassen. Sie muss auf die Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen des Betrachters zugeschnitten und somit zielgruppenorientiert sein.

Neben den grundlegenden fotografischen Gestaltungselementen spielen bei der Bildsprache auch Kontraste, Unschärfen, Formate, Ausschnitte, Props, Farbigkeit und andere Elemente eine entscheidende Rolle. Das Thema Farbe lässt sich anhand unseres Monatsthemas Pink! perfekt beleuchten, denn hier wird deutlich, wie vielfältig eine Farbe als Gestaltungsmerkmal von Bildsprache eingesetzt werden kann. Sind Linien und Flächen sozusagen die Nomen in der Bildsprache, so sind Farben die Adjektive dazu.

Jede Farbe wird mit bestimmten Eigenschaften, Gefühlen oder Vorgängen assoziiert, also zum Beispiel Blau mit kalt, Rot mit heiß, Grün mit Wachsen und Gedeihen usw. Doch es kommt eben nicht nur auf die Farbe allein an und wie sie vom Betrachter interpretiert wird, sondern auch auf den motivischen Kontext, in dem sie gebraucht wird. Für Pink bedeutet dass, dass dieser Farbton keineswegs nach knuddelsüß und babyrosa aussehen muss, sondern eine viel größere emotionale Palette bereithält, als man zunächst vermuten würde.

Aber natürlich funktioniert das traditionelle Interpretationsmuster „rosa = niedlich“ nach wie vor. Das gilt vor allem für Motive mit Kindern.

© Westend61 / fStop Images / Lisa Sciascia

Aber auch bei putzigen Haustieren lässt sich Pink in diesem Kontext wirksam einsetzen.

© Westend61 / Kiko Jimenez

Etwas Ähnliches, allerdings eher mit dem Unterton „plüschig“, vermittelt dieses Bild, das etwas Liebenswürdig-altbackenes ausstrahlt und dem Betrachter die Frage aufdrängt, wer wohl seine Jacke auf diesen Kleiderbügel hängen mag. 

© Westend61 / EJW

Nicht weit davon entfernt – aber doch wieder etwas anders – ist die sentimentale Konnotation von Rosa, wie sie in diesem Bild zum Ausdruck kommt. Die farbliche Gestaltung unterstützt hier die Linienführung in Herzform, die mit der regelmäßigen, symmetrischen Struktur des Mauerwerks dahinter kontrastiert. Nüchtern-profane Notizzettel fungieren als Ausdrucksmittel für ein inniges Gefühl der Zuneigung und Verbundenheit. 

© Westend61 / fStop Images / Larry Washburn

Pink geht aber auch ganz anders, nämlich zum Beispiel stylisch und ein bisschen aufmüpfig wie auf diesem Bild, auf dem die junge Frau dem Betrachter schroff den Mittelfinger zeigt. 

© Westend61 / Daniel Waschnig Photography

Weil Pink aber in ihrer etwas zarteren Nuance die Farbe der rosaroten Wolken ist, auf denen wir schweben, wenn wir verliebt sind, kann damit aber durchaus auch die traute Zweisamkeit verdeutlicht werden, und zwar mit einem mehr oder minder deutlichen erotischen Akzent. 

© Westend61 / Michael Bader

Aber nicht nur die Liebe macht das Leben interessant, sondern auch allerlei Verspieltheiten, die uns eine kleine Pause im Alltag verschaffen können. Bei Motiven, die den Trend „Playfulness“ illustrieren,  wirkt Pink dann eher heiter, beruhigend und natürlich auch etwas unernst – etwa im Gegensatz zum soliden und verlässlichen Blau, mit dem häufig Banken und Versicherungen ihren Auftritt kolorieren. 

© Westend61 / Retales Botijero

Pink kann natürlich auch für „jung“ stehen, so wie die gefärbten Haare dieses Mädchens. Für Spannung uns Kontrast sorgen hier sowohl die Formen als auch Farben der umgebenden Flächen in Blau sowie die Bewegungsunschärfe der vor dem Zugfenster vorbeifliegenden Landschaft in Grün. 

© Westend61/ Ivan Gener

Überhaupt kann Pink im Kontext mit Naturmotiven interessante visuelle Ausrufezeichen setzen. Auch hier begegnet uns wieder der interessante farbliche Dreiklang aus Pink, Blau und Rot. 

© Westend61 / Hans Mitterer

Und wer es ein bisschen ausgeflippter mag, der wird sich vielleicht in diesem Bild wiederfinden, eine weitere Variante im vielfältig einsetzbaren Bedeutungsspektrum von Pink. 

© Westend61 / Kniel Synnatzschke

Auf der breiten Bedeutungsskala steht dann schließlich am entgegengesetzten Ende von „kindlich-süß-babyrosa“ die Wirkung von Pink als Signalfarbe für Tempo, Dynamik und sogar Aggression. 

© Westend61 / Cavan Images

Man sieht also: jedes dieser Bilder transportiert über die Farbe Pink in Kombination mit anderen Gestaltungsmitteln unterschiedliche Botschaften und weckt verschiedene Emotionen beim Betrachter. Unter den Bildern von Westend61 gibt es eben nicht nur die besten People- und Lifestylebilder, sondern auch die ganze Bandbreite visueller Ausdrucksmöglichkeiten. Solche feinen Bedeutungsunterschiede in der Bildsprache helfen den Kunden von Westend61, für den jeweiligen Einsatzweck den richtigen Tonfall in der Optik zu finden. Denn nur wer die für seine Botschaft exakt passende Bildsprache verwendet, erreicht Herz und Hirn seiner Zielgruppe.

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