Familienunternehmen bilden das starke Rückgrat unserer Wirtschaft

„Was willst du später einmal machen?“ Für viele ist die Antwort auf die Frage nach ihrem Berufsziel schon früh klar: „Das, was mein auch Vater macht.“ Die Übernahme eines Familienbetriebs wird von manchen skeptisch beäugt, vielleicht auch belächelt. Dahinter steht das hartnäckige Vorurteil, der Zögling würde sich einfach ins gemachte Nest setzen und hätte damit einen unfairen Vorteil gegenüber anderen, die sich aus eigener Kraft eine Existenz aufbauen.

Dabei wird oft völlig ausgeblendet, wie wichtig Familienunternehmen sind. Denn im „audiovisuell-emotionalen“ Marketing- und Werbegetöse der Großkonzerne geht oft unter, dass Familienunternehmen das wirtschaftliche Rückgrat unseres Landes sind: Nicht weniger als 90 Prozent der deutschen Firmen sind „Familienangelegenheit“. Und mehr als 200 dieser Unternehmen weisen Umsätze in Milliardenhöhe aus – diese vermeintlich „Kleinen“ sind also in Wahrheit absolute „Big Player“ der deutschen Wirtschaft.

Regional verwurzelt und international aufgestellt

Der Konjunktur-Motor Industrie ist die treibende Kraft auch unter den Familienunternehmen. Als Export- und Zulieferernation brauchen wir uns darüber auch gar nicht wundern. Wer in Deutschland unterwegs ist, kann das überall mit eigenen Augen erleben: Mitten in der ländlichen Idylle des bayerischen Hinterlands stehen zum Beispiel drei große Hallen, die ein Unternehmen von Weltruf beherbergen.

Der Gründer, wir nennen ihn hier mal Karl Heinz Gustav XY, besetzte mit der Herstellung spezieller Bohrköpfe eine Nische im Markt und legte damit den Grundstein zum Erfolg des Unternehmens. Später übernahm die zweite Generation in Gestalt von Heinz Gustav XY, dem Sohn des Gründers, die Leitung des Unternehmens und baute die Marktposition weiter aus. Inzwischen hat auch er wiederum die Zügel an seinen Sohn Karl Heinz Gustav XY weitergereicht und agiert allenfalls noch beratend aus dem Hintergrund.

Für ländliche Regionen sind Firmen wie diese mit ihren über viele Jahre gewachsenen Strukturen und ihrer Stabilität auch in unruhigen Zeiten ein Segen, denn Ausbildungsplätze sind auf dem Land oft schwer zu finden. Trotz internationaler Ausrichtung haben solche Firmen oft tiefe und starke Wurzeln in ihrer Herkunftsregion und fühlen sich den Menschen dort verbunden und deshalb verpflichtet

Gustafsson: Fotografenteam mit Familiensinn

Aber nicht nur im Industriesektor, sondern auch in ganz anderen Branchen kann man sehen, wie originell und zugleich erfolgreich das Konzept „Familien-Business“ sein kann. Ein gutes Beispiel hierfür liefert uns das Team von Gustafsson: Architektur. Denn Architektur ist sicherlich ebenfalls ein Metier, in dem eine Firma häufig an Nachkommen oder auch Junior-Partner weitergegeben wird.

Die Location passte thematisch wie die Faust aufs Auge, fand sie doch in einer ehemaligen Bäckerei statt, die zu einem an Nachhaltigkeit orientierten Architekturbüro umfunktioniert wurde. Und mehr Bodenständigkeit, Solidität und Familiensinn als in der Bäckerzunft kann man sich schwerlich vorstellen, oder?

Die Betreiber des Architekturbüros legen nicht nur Wert auf ein angenehmes Ambiente ihrer Wirkungsstätte, sondern sehen den Erfolg ihres Unternehmens auch als Verpflichtung, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. So unterstützen sie zum Beispiel soziale und nachhaltige Projekte in ihrer direkten Umgebung. Auch diese soziale Ader ist ein verbindendes Merkmal vieler Familienunternehmen, die sich in ihrem angestammten Umfeld für gemeinnützige Zwecke engagieren.

Und unsere Models, Mutter und Tochter, bestätigten beim Shooting dieses Bild: Beide verkörpern in ihrer herrlich familiären Vertrautheit den Grundsatz „Mehr Herz als Money“. Also rundherum ein Setting, das beste Voraussetzungen für eine authentische bildliche Darstellung familiärer Unternehmenskultur bot. Ein „Shoutout“ geht noch an die Make-up-Artistin Moni, Produktionsassistentin Marie und den großartigen Italiener, der das Team zwei Tage lang bekocht und beliefert hat (…und zwar auf echten Tellern, und nicht auf Pappdeckeln…). Auch das hat die Atmosphäre direkt noch einmal familiärer gemacht.