Gerade in der People- und Lifestyle-Fotografie ist es für den Fotografen wichtig, eine angenehme Atmosphäre am Set zu schaffen und die Models positiv zu motivieren. Damit hier die Chemie stimmt, kann es von Vorteil sein, wenn der Mann oder die Frau am Auslöser auch Erfahrungen auf der anderen Seite der Kamera gesammelt hat – so wie Westend61-Fotograf Uwe Umstätter aus Mannheim: Bevor der 53-Jährige die Fotografie zu seiner Profession machte, war er selbst rund 20 Jahre lang als Fotomodel tätig. Schon zu dieser Zeit fotografierte er gern und entwickelte sich dabei immer weiter, bis er vor etwa 12 Jahren den Sprung in die Selbständigkeit als freier Fotograf wagte – ein Schritt, den er nicht bereut hat.

„Ein positiver Umgang mit den Leuten ist wichtig, denn man braucht eine lockere und gelöste Stimmung, um gute Fotos von Menschen machen zu können“, weiß Uwe Umstätter. Dies gilt umso mehr, wenn man es nicht mit Profimodels, sondern mit Amateuren zu tun hat, wie es oft vorkommt: „Die muss man so führen, dass sie sich wohlfühlen“, erklärt der Fotograf. Das erfordert Flexibilität und Einfühlungsvermögen, denn für das breite Spektrum seiner Bilder aus den Bereichen, Business, Lifestyle und Sport fotografiert Umstätter die unterschiedlichsten Menschen aus beinahe allen Altersklassen.

Das kann harte Arbeit sein, und zwar nicht nur beim Shooting selbst: „An einem Fototag hängen manchmal drei Tage Vor- und Nachbereitung dran; also zum Beispiel ein Vorbereitungs- und zwei Nachbereitungstage“, so Umstätter. Aber nicht nur das gute Gefühl, mit einer kreativen und freien Tätigkeit den Lebensunterhalt bestreiten zu können, lohnt diese Mühen. Es sind auch die – manchmal unerwarteten – Erfolgserlebnisse, die dieser Job bereithält. So zum Beispiel, als sich Umstätter mit einem Model zu einem zehntägigen Shooting in New York aufhielt: „Wir waren gerade in Manhattan unterwegs, und da sahen wir plötzlich überall dieses Bild, das ich bei früherer Gelegenheit mit gerade diesem Model, einem Studenten, aufgenommen hatte.“ Beide hatten nicht die leiseste Ahnung gehabt, dass das Foto mit dem Konterfei des jungen Mannes für die Werbekampagne einer großen Bank in den USA verwendet werden würde. Man glaubt ihm also aufs Wort, wenn Umstätter sagt: „Ich liebe meinen Job, auch wenn er viel Arbeit bedeutet.“

Und dann sind da noch die Tage, an denen er Hobby und Beruf verbinden kann, wenn er im Gebirge unterwegs ist. Sportliche Freizeitaktivitäten wie Skifahren, Bergwandern und auch Paragliding haben Uwe Umstätters Blick nicht nur für die wilde Schönheit der Berge, sondern auch für die fotografischen Möglichkeiten alpiner Landschaften geschärft. Dieses Arbeitsumfeld stellt den Fotografen aber auch vor spezielle Herausforderungen: „Wetter und Lichtstimmung müssen passen, vor allem bei neuen Locations muss man das genau planen, denn schließlich kann man da nicht schnell mal eben hinfahren und das beliebig oft wiederholen“, erklärt Umstätter.

Bei allem Sinn für Kreativität und Freiheit hat der studierte Betriebswirt aber auch einen reellen Blick auf die geschäftlichen Aspekte seiner Arbeit: „Dieser Hintergrund hilft mir zum Beispiel, die Kosten immer im Blick zu behalten“, sagt er. Und als jemand, der den ganzen digitalen Wandel in der Fotografie mitgemacht hat, weiß er auch um die wirtschaftlichen Chancen und Risiken dieses technischen Umbruchs, der immer noch nicht abgeschlossen ist: „Wir können heute unendlich viel produzieren ohne beispielsweise auf Filmkosten achten zu müssen, und ich kann aus einem Bild zwei oder drei verschiedene Looks herausbasteln“, so Umstätter. Andererseits steige aber der Konkurrenzdruck durch die jederzeit verfügbare Masse an billigen Bildern.

Kein leichtes Marktumfeld also, in dem sich Fotoprofis bewegen. Umstätter hat aber auch beobachtet: „Es gibt immer weniger, die wirklich hochwertige Bilder produzieren – und das kann dann auch wieder eine Chance sein.“ Vorausgesetzt, man beachte drei wichtige Punkte: „Man braucht einen Support von der Agentur, der einem hilft, Trends frühzeitig zu erkennen. Dann braucht man ein gutes Casting mit guten Locations und gutem Licht, damit ein Bild mit einer starken Aussage entstehen kann, das eine Geschichte erzählt. Und drittens muss man beobachtend fotografieren. Und diese drei Voraussetzungen ideal zu kombinieren, ist für die meisten schwierig“, weiß Umstätter.

Es ist sicher kein Zufall, dass sich ein Fotograf mit einem derart hohen Qualitätsanspruch das Team von Westend61 als Partner ausgesucht hat – und umgekehrt. Nach langjähriger Zusammenarbeit mit diversen anderen Agenturen fotografiert Uwe Umstätter inzwischen fast ausschließlich für Westend61, denn: „Die haben ganz klar zwei große Stärken: einen sehr guten Vertrieb und professionellen Support. Sie geben mir Tipps, was man wie fotografieren kann, damit marktgerechte Bilder entstehen. Das hilft mir als Fotograf bei neuen Trends vorn dabei zu sein.“ Und er schätzt an Westend61 das Nebeneinander von moderner Ausrichtung und hoher Professionalität einerseits und gutem persönlichen Kontakt und Seriosität andererseits. Denn diese gemeinsame Basis von Vertrauen und Verlässlichkeit ist eine wichtige Konstante – egal wie schnell sich das bunte Bilderkarussell auch drehen mag.