Paul Prescott: World Traveller und Fotograf. So zumindest beschreibt sich der Kroate auf seiner eigenen Homepage. Wenn man sich etwas durchklickt, stolpert man recht schnell über einen interessanten Kunstgriff: Aerial Photography. Paul hat ein Faible für den Blick von oben und shootet meist im Sommer, entlang der adriatischen Küste der Balkan-Länder, magische Motive: der Technik sei Dank, via Drohne aus der Vogelperspektive.

Drohnen an der Leine: Die historische Geburtsstunde der Luftbild-Fotografie

Seit Drohnen für Privatpersonen zu erwerben und auch erschwinglich sind, haben sich neue Möglichkeiten für Foto- und Videografen eröffnet, die Portfolios und Kollektionen einer perspektivischen Revolution unterzogen haben. Was früher aufwändig produziert werden musste, etwa mit Kränen oder Helikoptern, geht heute spielend einfach mit Fernsteuerung oder sogar mit dem Smartphone.

Um die Luftbildfotografie und damit die Drohnentechnik wertzuschätzen, blicken wir einmal mit etwas Abstand darauf: von oben, versteht sich. Schlimm, aber letztlich Realität: Viele Erfindungen, von denen wir heute profitieren, stammen aus Kriegszeiten. So kam es um 1848 zu einem der ersten unbemannten Flugversuche, als die österreichische Armee vergeblich Venedig belagerte und beschloss, auf günstigen Wind zu warten, damit sie mit Sprengstoff bestückte Ballons gen die berühmte Inselstadt schicken konnten. Long story short: Die Schlacht ward gewonnen, aber die Technik schnell überholt. Stichwort: Drehende Winde sind nicht immer gut.

„Das bisher Unmögliche in der Fotografie ist unsere Spezialität“

Nachdem der Franzose Arthur Batut, Pionier der Luftbildfotografie, 1889 seinen Heimatort Labruguière von oben ablichtete, mit Hilfe eines Drachens aus Schnur, Papier und Holz, machte sich der Amerikaner George R. Lawrence auf in die Lüfte, um bisher ungesehene Fotografien aufzunehmen. Nach einigen Versuchen mit dem Ballon, bei dem er sogar einmal nur knapp am Tod vorbeischrammte, griff er die Idee von Batut auf und baute eine Konstruktion aus 17 Drachen, die eine 22 Kilogramm schwere Panoramakamera in 600 Meter Höhe beförderte.

Die Luftbildfotografie hat somit die große Bühne erreicht, und selbstredend wurde der damalige Präsident Theodore Roosevelt ziemlich elektrisiert, natürlich zwecks militärischer Einsatzmöglichkeiten. Die Drohne war geboren. Manchmal ist der Menschheit einfach nicht zu helfen.

Höher, schneller, stabiler

Sehr lange passierte nichts auf dem spannenden Feld der Luftbildaufnahmen, zumindest nicht via Drohne. Die Techniken wurden rasant weiterentwickelt, aber fanden lediglich Verwendung in unzähligen militärischen Einsätzen, und es wurde, und wird immer noch, die moralische und ethische Keule geschwungen, wann immer Drohnen in den Fokus rücken, und das, im militärischen Kontext, zu Recht.

Erst die Kombination einer ganzen Reihe von Innovationen, inklusive Satellitennavigation, brachte den Durchbruch und machte die Drohne zum Jedermann-Werkzeug. In den 2000er Jahren kam es zu den ersten Flugerlaubnissen für Privat-Drohnen, da die kommerziellen Möglichkeiten erkannt wurden. Seitdem befinden sich viele Hersteller auf dem Markt, die die Entwicklung im Höchsttempo vorantreiben, wie sie es eben in jeder Tech-Sparte tun. Drohnen werden immer leichter, kleiner, wendiger, stabiler und vor allem erschwinglicher. Natürlich müssen sich Nutzer viel mit Erlaubnissen und Genehmigungen herumschlagen, aber rein an der Historie der unbemannten Flugobjekte, in Kombination mit den Möglichkeiten, ist das auch völlig verständlich. Niemand mag es schließlich, wenn 50 Meter über seinem Kopf ein kleiner Plastik-Quadrocopter summt wie 1000 Wespen und man sich dadurch auch noch beobachtet fühlt.

Ein Vogel kommt selten allein. So machen es auch die Drohnen, sie schwärmen aus

Kommen wir zurück zu Paul Prescott, einem Verfechter der Drohne und ihrem schönsten Vorteil: wunderschöne Luftaufnahmen. Da ihm die Aufnahmen aus schwindelerregender Höhe, die uns völlig neue Perspektiven aufzeigen und plötzlich sämtliche bekannte Größen aus ihrem Kontext reißen, so sehr am Herzen liegen, hat er die Amazing Aerial Agency gegründet. Bei dieser handelt es sich um ein Kollektiv oder vielmehr eine Kollektion aus aller Welt, die sich rein mit der Vogelperspektive beschäftigt. Er hat renommierte Fotografen um sich versammelt, die seine Passion für Aufnahmen aus der Höhe teilen. Der surreale Beton-Dschungel in Dubai, mediterrane Traumlandschaften Griechenlands und Landschaftsfotografie, die sich aus der Vogelperspektive zu abstrakten Gemälden formen, zieren unter anderem das Portfolio der Agentur.

Grund genug für uns, diese Bilder in die Westend61-Familie aufzunehmen. Wir freuen uns riesig über neue Perspektiven in unserem Onlineshop und empfehlen jeden den Blick von oben nach unten.