Yes!! Man on the Moon! Tomorrow, Welcome on Mars!!
Der 12. April 1961 ist ein geschichtsträchtiger Tag (Juri Gagarin erobert den Weltraum), aber noch nicht der ganz große Wurf, trotzdem ein veritabler historischer Auftakt. Der gelang der Menschheit ganze acht Jahre später. „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“, lauteten damals die Worte von Neil Armstrong, als er als erster Mensch, unterwegs mit der legendären Apollo 11, den Mond betrat. Wir blicken aber etwas weiter zurück, auf die erste bemannte Weltumkreisung, durchgeführt vom sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin, der erste Mensch im All und somit auch ein Urvater des Space Hypes.


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Ein fatales Kräftemessen
In den 50er und 60er Jahren lieferten sich die Großmächte USA und die Sowjetunion ein hartumkämpftes technologisches und politisches Wettrennen. Neben dem Wettrüsten im Zuge des Kalten Kriegs, das bis in die 90er Jahre andauerte, war es auch das Rennen um die erste Mondlandung, es hielt die Welt wahrlich in Atem. Schon komisch, da arbeitet man darauf hin, diesen Planeten zu verlassen und mal das große Ganze aus der Ferne zu betrachten. Oder, etwas bescheidener formuliert, den kleinen blauen Planeten im riesigen Weltall mal unter einer anderen Perspektive ins Visier zu nehmen. Und letztlich ging es doch immer noch darum, welche Nation besser ist und es als erstes schafft.
Hätten sich die Nationen darauf geeinigt, dieses technologische Kräftemessen bei der Reise ins All und der ultimativen Mondlandung zu belassen, wäre das ja noch verständlich gewesen. Genug ist ja bekanntlich häufig nie genug. Die Kubakrise von 1962, als sich die USA und die Sowjetunion frontal gegenüberstanden und die Welt angesichts der Stationierung von Atomraketen das Schlimmste befürchten musste, war so ein Vorbote eines sinnlosen
Kräftemessens.


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Der Space Hype ist tot, lang lebe der Space Hype!
Es dauerte lange an, bis der Space Hype ein wenig verflog. Nach dem Erfolgsdurst des Kalten Kriegs und dem Stillen des hungrigen Pioniergeistes rückte der Alltag in den Fokus und damit die Forschung. Die Raumfahrt wurde, wie es in der technologischen Entwicklung üblich ist, alltäglich. Das Wunder war geschehen und somit kein Wunder mehr. Seit Juri Gagarin gab es insgesamt 347 bemannte Raumflüge, die zumeist von den USA oder der Sowjetunion durchgeführt wurden. Zu nennen seien noch der 6. Mai 2001, seitdem sich permanent ein Astronaut im All befindet, sowie der 31. Oktober 2001, an dem der amerikanische Unternehmer Dennis Tito als erster „Nicht-Astronaut“ und somit Tourist ins All flog. Seit 2011 sind amerikanische Astronauten auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen, wenn es um die Anreise ins All geht, da die Nasa sämtliche Flüge einstellte, sicherlich nicht zuletzt aus Kostengründen.
Während aufgrund der aktuellen Entwicklung und Alltäglichkeit das Interesse an der realen Raumfahrt abnahm, lebte der Space Hype weiter, in Form von Fantasiewelten, die Star Wars, Star Trek und zum Beispiel auch Marvel für bekennende Fans des Weltraums kreierten. Konträr zum alten Bild des „Space-Races“ steht gerade in den Star-Trek-Serien und -Filmen die Zusammenarbeit zwischen Völkern und Kulturen im Vordergrund. Liegt hier etwa der Grundstein für die zeitgemäße Raumfahrt?
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Der schlafende Riese erwacht
Es geht ja doch! Seit 2010 bewohnen Astronauten die ISS, ein gemeinsames Projekt der US-amerikanischen NASA, der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, der europäischen Raumfahrtagentur ESA sowie der Raumfahrtagenturen Kanadas CSA und Japans JAXA. Das heißt Forschung und Völkerverständigung zwischen 100 Ländern, auf engstem Raum, mit einem Tempo von 28.000m/h, rund 400 km über unsren Köpfen. Wir sehen, wenn alle an einem Strang ziehen und auch wollen, dann können wir so einiges stemmen – #WinkmitdemZaunpfahl!
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Mögliche Weltraum-Projekte der Zukunft reichen von Bodenaufbereitung auf dem Mars über die Entwicklung eines Mach-Effekt-Thrusters, der sogar interstellares Reisen ermöglichen könnte, bis hin zur Plut-Mission, um dort eine Sonde ein paar Runden umherhüpfen zu lassen. Verantwortlich dafür ist niemand geringeres als der ursprüngliche Big Player der Raumfahrt, die NASA. Eine Liste der 2017 vorgestellten Projekte findet sich auf der Homepage der US Raumfahrtbehörde.
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Neben den stattlichen Institutionen drängen zudem immer mehr private Anbieter auf den Markt. Allen voran Elon Musk. Der Tesla CEO gründete 2002 das Raumfahrtunternehmen SpaceX, welches sich zum Ziel gesetzt hat, Technologien zu entwickeln, die der Menschheit die Besiedlung des Mars zu ermöglichen. Hoch gegriffen, aber wer sich ein wenig mit dem visionären Unternehmer beschäftigt hat, der wird sich an dieser Stelle nicht wundern. Musk ist für seinen Pionierdrang bekannt und ein technologisches Genie, dem vieles zuzutrauen ist. Seine Space-Firma brachte es in kürzester Zeit zu einem bedeutenden Versorger der ISS geworden. Die Entwicklung landungsjähriger Trägerraketen können zu einer der bedeutendsten technologischen Entwicklung unserer Zeit gezählt werden. Am 21. Dezember 2015 Ortszeit beim 20. Start einer Falcon 9 gelang die Rückkehr aus dem All und die sichere Landung am Startplatz Cape Canaveral. Am 8. April 2016 landete im Rahmen der Mission CRS-8 zum ersten Mal eine Erststufe erfolgreich zurück auf der Erde. In naher Zukunft sollte auch mit der bemannten Raumfahrt seitens SpaceX gerechnet werden, womit auch ein großer Schritt in Richtung Weltraum-Tourismus getan wäre. Der Traum eines jeden Star Trek Fans könnte mittelfristig also wahr werden.







