Superkids: Kleine Helden, große Vorbilder – und starke Models
Auf der Suche nach Vorbildern und Identifikationsfiguren sollten wir nicht nur an Berühmtheiten und Filmhelden denken. Denn oft finden wir Menschen, die jeden Tag unauffällig Außergewöhnliches leisten, direkt in unserem alltäglichen Umfeld. Diese Helden des Alltags werden leicht übersehen, denn sie sind Menschen wie du und ich – und gerade dadurch authentische und glaubwürdige Vorbilder für andere. Sie sind auf Augenhöhe mit uns, und manchmal sogar ein Stückchen darunter: Gerade Kinder mit ihrer Entdeckerfreude, ihrem (Über)mut und ihrer inneren Freiheit sind die kleinen Helden, an denen wir Erwachsene uns oft ein Beispiel nehmen könnten.

Das Heldenthema insgesamt ist ein wichtiger Aspekt für die Werbung und damit auch für die Stockfotografie. Das gilt mehr denn je im Zeitalter der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten einer vernetzten Welt: Wir brauchen Orientierung im komplexen Dschungel des Daseins, Menschen, die uns als Leitfigur dienen und uns zeigen, wie es gehen kann. Wir wollen dazu aber keine übermächtigen Supermänner und -frauen, sondern Typen, mit denen wir uns identifizieren können, die unsere Werte teilen und deshalb ein bisschen sind wie du und ich.
Die ersten Lebensjahre sind ein großes Abenteuer
Und es müssen eben nicht immer die großen Vorbilder sein, manchmal sind die kleinen viel interessanter: Kinder sind die wahren Experten für Heldentugenden wie Mut, Pioniergeist und Entdeckerfreude, denn diese Eigenschaften brauchen sie in besonderem Maß, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln und die Welt zu begreifen. Die ersten Jahre eines jeden Menschen sind ein großes Abenteuer, denn in dieser Zeit lernen wir an fast jedem Tag etwas Neues, das uns hilft, in die Welt und ins Leben hineinzuwachsen. Immer wieder setzen uns Kinder ins Erstaunen: mit ihrer nimmermüden Neugier, ihrem Wissensdurst und auch mit ihrer inneren Freiheit und bisweilen ungestümen Wildheit – Eigenschaften, die uns Erwachsenen auf dem weiten Weg durchs Leben leicht abhandenkommen.
Kinder sind stolz wie Könige, wenn sie etwas Neues können, das sie vielleicht gestern noch überfordert hätte und das uns Erwachsenen längst selbstverständlich ist: Die ersten Schritte, selbst die Schnürsenkel binden können, Schwimmen lernen, neue Wörter wissen – all das ist ein großes Abenteuer für sie. Bar jeder nüchternen Berechnung haben sie ein genaues Gespür dafür, was sie gerade brauchen und zeigen es. Sie haben noch den Blick für das Wesentliche im Leben. Ein fröhliches Kinderlachen steckt sogar den übellaunigsten Griesgram an. Denn auch unsere kleinen Helden können öfter mal die Welt retten – oder uns wenigstens den Tag. Ihr Lachen, ihre Unbekümmertheit und Unverstelltheit springen auf uns über und trösten uns, wenn mal etwas nicht so läuft, wie es hätte laufen sollen.

Fantasie und Kreativität der Kleinen als Vorbild
Das Thema „Superkids“ ist demzufolge mit vielen Emotionen verbunden und damit eine bunte Spielkiste für Fotografen mit unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten. Denn das, was ein guter Fotograf für seine Arbeit braucht, nämlich Fantasie und Kreativität, haben die Kleinen oft im Übermaß. Für sie gibt es kein „Unmöglich“, wenn sie beim Spielen in die unterschiedlichsten Heldenrollen schlüpfen: sei es als Superman oder -woman, Ritter, Astronaut, Spiderman oder Feuerwehrmann/-frau.

Ihre Träume sind noch durch keinerlei nüchternen Realitätssinn getrübt, der uns Erwachsenen manchmal den Blick auf neue Möglichkeiten und Perspektiven verstellt. Gerade darum machen solche Bilder von „Superkids“ so viel Spaß: Wenn wir sie betrachten, werden wir ein Stück weit wieder selbst zum Kind, reisen zurück in ein vergessenes, manchmal verloren geglaubtes Land – und kommen vielleicht ein paar Jährchen jünger im Herzen zurück.



