Winterliche Motivvielfalt zaubert Lichtblicke in die dunkle Jahreszeit
Der Sommer hat sich unwiderruflich verabschiedet, die ersten kühlen Nächte, das bunter werdende Laub und die kürzeren Tage zeigen an: In ein paar Wochen hält der Winter Einzug. Die kalte Jahreszeit ist mit einer ganzen Reihe von Vorstellungen und Bildern verknüpft – und das nicht nur in unseren Köpfen: Die vermeintlich dunkle Jahreszeit hat viele Lichtblicke für Fotografen zu bieten, lassen sich doch die damit verbundenen Assoziationen in unendlichen Variationen bildlich umsetzen.
Wenn es draußen kälter wird, schalten wir einen Gang zurück. Eben noch zog uns der Sommer ins Freie hinaus, doch nun wissen wir wieder die Vorzüge des gut geheizten trauten Heims zu schätzen: Je mehr es draußen stürmt und schneit, desto wichtiger werden wieder Wärme und Gemütlichkeit. Dieser Aspekt bietet eine Vielzahl von fotografischen Gestaltungsmöglichkeiten: Wärme von innen durch heiße Getränke und von außen durch kuschelige Winterkleidung illustrieren ihn am augenfälligsten.


© Links: Westend61 / Valentin Weinhäupl , Rechts: © Westend61 / Elena Medoks
Im Winter wird uns am deutlichsten bewusst, wie wichtig es ist, ein Dach über dem Kopf zu haben und vor den Naturgewalten geschützt zu sein. Ein schlichtes Häuschen in einer düsteren und kargen Landschaft, über der sich ein Wintersturm zusammenbraut, wird zur verheißungsvollen Oase der Geborgenheit, mit der man Licht, Wärme und Schutz vor den Elementen verbindet.
Aber nicht nur in freier Natur, sondern auch in der Stadt ist man jetzt froh, am Ende des Tages einen warmen Hafen anlaufen zu können, um sich in eine warme Decke hüllen und das ungemütliche Wetter draußen lassen zu können.
Doch die winterlich Landschaft ist nicht nur bedrohlich und lebensfeindlich, sie hat durchaus ihren Reiz: Wenn der erste Schnee gefallen ist, zeigt sich die Welt über Nacht wie verwandelt. Im gleißenden Sonnenlicht eine erste Spur durch eine frische glitzernde Schneedecke zu ziehen, ist etwas, das niemals langweilig wird.
Am stärksten aber wirkt die weiße Pracht auf die Kinder. In ihnen weckt Frau Holle die pure Lebensfreude – und wir Erwachsenen lassen uns nur zu gerne davon anstecken, erinnert uns das doch an die eigene Kindheit.



© Links: Westend61 / Irina Heß , Mitte: Westend61 / Rik Rey , Rechts: Westend61 / Ekaterina Yakunina


© Links: Westend61 / Frank van Delft , Rechts: Westend61 / Nataliya Lazaridi
Aber nicht nur beim spielerischen Herumtollen im Schnee tankt der wintermüde Mensch Licht und Sauerstoff, sondern auch bei diversen Wintersportarten: Die Runde durch eine verschneite Landschaft bietet dem Freizeitläufer Abwechslung in seinem Trainingspensum, zugefrorene Seen laden zur eleganten Schwüngen auf zwei Kufen ein und der Skifahrer freut sich auf rasante Abfahrten.




© Links: Westend61 / Michael Reusse , Mitte: Westend61 / Svetlana Iakusheva, Westend61 / HalfPoint, Rechts: Westend61 / Varbes
Große Gefühle und intensive Zuneigung wärmen zwar nicht kalte Füße, aber umso mehr das Herz. Denn das Feuer der Liebe lodert besonders hell und heiß, wenn es draußen kalt und dunkel ist.


© Links: Westend61 / Mareen Fischinger, Rechts: Westend61 / Frank van Delft
Gerade die verliebte Zweisamkeit, die wir sonst eher mit der erwachenden Natur im lauen Frühling verbinden, ist vor einem winterlichen Hintergrund besonders geeignet, den Gegensatz „heiß-kalt“ in einer originellen Variante fotografisch in Szene zu setzen. Denn schließlich soll ein gutes Bild vor allem Emotionen wecken – und welches Feld des Lebens eignet sich dafür besser als die Liebe?
Die Sonne als wichtigste Lichtquelle des Fotografen zieht im Winterhalbjahr ihre Bahnen tiefer als sonst über den Horizont. Jeder Strahl von ihr wird dann umso kostbarer, vor allem dann, wenn sie tagelang im Nebelgrau verschollen war. Die himmlische Quelle von Lebensenergie verleiht manchem Winterfoto eine ganz besondere Aura: Die Sonne lässt die Konturen einer tiefverschneiten Landschaft markant hervortreten und sorgt damit für Tiefe im Bild, zeichnet lange Schatten in den Schnee, die gleichzeitig als Führungslinien im Bild dienen können, und betont Strukturen, ie der Mensch mit seiner Technik ins glitzernde Weiß gezogen hat.


© Links: Westend61 / Daniel Ingold, Rechts: Westend61 / Michael Reusse
Es ist kein Zufall, dass wir ein paar Tage, nachdem die Sonne ihren Tiefststand hinter sich hat, Weihnachten feiern. Denn dieses Fest bietet den Menschen seit Urzeiten einen Anlass, Licht ins Dunkel der Winterwelt zu bringen. Zwar hat sich die Bedeutung des Fests der Feste im Laufe der Generationen stark verändert, doch kaum einer kann sich seinem Zauber entziehen. Innehalten im Trubel des Alltags und Zeit für Freunde finden, eintauchen in die Glitzerwelt der Weihnachtsmärkte, Geschenke für die Lieben aussuchen und verpacken, Glühwein und süße Leckereien genießen.





© Links oben: Westend61 / Vira Simon, Mitte: Westend61 / Tanya Yatsenko, Rechts: Westend61 / Daniel Waschnig Photography
© Links unten: Westend61 / Irina Heß, Rechts: Westend61 / Bonninstudio
Viele Ideen für kreative Fotos, die sich wohltuend abheben können von Nikoläusen und rotnasigen Rentieren – weil sie eine Ahnung vom echten Weihnachtsgefühl im Betrachter entstehen lassen.
Dieses gewisse Extra ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Werbefotografie. Denn gerade in den Wochen vor Weihnachten ist der Konsument einem Dauerfeuer von winterlich und adventlich besetzten Bildern und Werbebotschaften ausgesetzt, das manchmal mehr Überdruss als Interesse erzeugt. Ein Bild, das Emotionen weckt, anstatt abgedroschene Klischees zu bedienen, kann gerade dann die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.





