Bergbilder: Kleine Fluchten aus den Tälern des Lebens
Einfach mal den Stress und die Sorgen des Alltags hinter und unter sich lassen: Das ist sicher seit jeher einer der Gründe, warum Menschen immer wieder in die Berge aufbrechen. Ein Thema, das in diesem besonderen Jahr so aktuell ist wie selten zuvor. Denn die Corona-Pandemie hat der High-Tech-Gesellschaft schonungslos ihre Grenzen aufgezeigt. Reisen wohin wir wollen – bisher für uns selbstverständlich – sind derzeit nur eingeschränkt möglich. Aber Urlaub daheim und ein Ausflug in die Berge versprechen genauso Erholung und Entspannung. Gute Bergfotos sind zwar kein Ersatz für das echte Gipfelerlebnis – aber sie befeuern ihn, den uralten und immer wieder neuen Traum von der großen Freiheit hoch über den Tälern des Lebens.
Ausgeliefert, verunsichert, ausgebremst, erstarrt, zum Nichtstun verdammt: Das sind nur ein paar Empfindungen im Zusammenhang mit Corona und Lockdown, die wir alle in den vergangenen Monaten in wechselnder Intensität durchlebt haben dürften. Das Covid-19-Virus hat uns nicht nur in eine gesundheitliche und wirtschaftliche, sondern auch in eine Identitätskrise gestürzt. Der Glaube an die scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten eines globalisierten und digitalisierten Zeitalters bekam tiefe Risse, als internationale Lieferketten plötzlich gekappt und Grenzen geschlossen wurden.
Die hochmobile Massengesellschaft, bisher Ausdruck von Dynamik und Produktivität, wurde auf einmal zum Risikofaktor, weil idealer Multiplikator für das Virus. Sich bescheiden und Abwarten statt „Alles – immer – sofort“ hieß auf einmal die Devise. Isoliert in der Bude sitzen statt Halligalli. Aber auch viel Zeit: um darüber nachzudenken, was das Leben lebenswert macht, und auch Zeit zur Rückbesinnung auf unsere Wurzeln in der Natur.
Berge wecken uralte Sehnsüchte
Die Berge waren in diesem so anderen Sommer mehr als eine Tummelwiese der Freizeitgesellschaft. Sie waren auch ein Zufluchtsort, an dem wir in unserer gegenwärtigen Verunsicherung wieder Überblick und innere Einkehr finden konnten (…wenn man einmal von rappelvollen Berghütten absieht…). Nicht nur Freiluftsportarten wie Joggen, Radeln, Wandern und viele andere mehr erlebten in diesem Jahr einen Boom.
Auch die Alpen wurden für viele in Ermangelung von Fernreisen zum geschätzten Alternativurlaubsziel. Frische Bergluft ist schließlich nicht nur ein schlechter Nährboden für Viren, sie pustet uns auch den Kopf frei von allerlei Trübsal. Solche kleinen Fluchten sind eine großartige Medizin für Körper und Seele, denn sie klären den Blick aufs Wesentliche und lassen uns gestärkt und erfrischt in den Alltag zurückkehren.
Ganz gleich, ob gemütliche Wanderung auf einen kleinen Voralpenhügel, kräftezehrende Mountainbike-Tour, adrenalingepeitschter Nerventanz im senkrechten Fels oder auch einfach das stille, glückliche Innehalten vor einem grandiosen Panorama: Berge eröffnen innerlich wie äußerlich inspirierende Erlebniswelten. Sie faszinieren uns, denn sie strahlen etwas Elementares, Ursprüngliches und Wildes aus, das wir moderne Menschen uns manchmal – bewusst oder unbewusst – zurückwünschen, weil wir es irgendwo auf dem weiten Weg ins 21. Jahrhundert verloren haben: „Going to the mountains is going home“, sagte der schottisch-amerikanische Naturphilosoph John Muir (1838-1914), der Begründer des Nationalparkgedankens und Vordenker der Umweltschutzbewegung.
Träume für den nächsten Bergsommer
Berge sind also für viele Menschen ein Ort der Sehnsucht, auch und gerade in schwierigen Zeiten. Sie sind eine mit starken Emotionen verbundene Landschaft. Das macht sie nicht nur zum Ziel für Erlebnishungrige mit strammen Wadln, sondern auch zu einer unendlich variantenreichen Kulisse für enthusiastische Bilderjäger. Denn ein gutes Bergfoto wird keinen kaltlassen, nicht einmal den eingefleischtesten Flachlandtiroler.
Und das Beste: Auch diejenigen von Euch, die noch niemals Höhenluft geschnuppert haben, können bei Westend61 die Faszination „Berg“ in ihren unterschiedlichsten Spielarten spüren, von entspannt über atemberaubend bis abenteuerlich: Schaut euch doch einfach mal – ganz sicher im Sessel und ohne Seil und Steigeisen – unsere Lightbox mit Alpinfotos an. Da findet Ihr jede Menge bunter Wildnisträume, die Euch auch den dunkelsten Winter überstehen lassen. Und der nächste Bergsommer kommt bestimmt. Seid Ihr dabei?








