Sherry, Helligkeit und Freiheit – das ist Kiko Jiménez

In den vergangenen Monaten haben wir eine Menge Input aus der spanischen Stockfotografie-Community bekommen. Wir wissen diese Bilder aus dem Süden zu schätzen, denn sie sprühen förmlich vor Vielfalt und Ideenreichtum. Kiko Jiménez ist einer dieser Fotografen. Seine Bilder strahlen Lebensfreude und Leichtigkeit aus. Unsere spanische Community-Managerin Alba Vitta hat ihn interviewt, damit wir ihn etwas näher kennenlernen können.

Hi Kiko, schön, dass wir uns heute sprechen. Erzähl mal, wer bist du eigentlich?

Hi, Ich bin Kiko, ein Fotograf aus Andalusien im Süden Spaniens. Gleich mal ein kleiner Fun Fact über mich: Ich trinke lieber Sherry als zu fotografieren.

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Wann hast du mit der Fotografie begonnen?

Ich wollte schon als Kind Fotograf werden. Ich muss so zehn Jahre alt gewesen sein, als ich in der Schule einen Basiskurs belegt habe. Später habe ich dann professionellen Unterricht zu den Themen Bild und Ton genommen. Da war ich 14 und das ist auch das Alter, in dem ich letztendlich begonnen habe.

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© Kiko Jiménez/Westend61

Beschäftigst du dich ausschließlich mit der Stockfotografie oder gibt es daneben noch andere Projekte?

Momentan ist es wirklich nur Stockfotografie. Ich habe aber schon alles gemacht: Hochzeiten, Presse und sogar Papparazzi-Fotografie: Die Herzogin von Alba grüßte mich bereits persönlich.

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Wie hast du Stockfotografie entdeckt und seit wann arbeitest du in diesem Bereich?

Das erste Mal bin ich über Getty beziehungsweise die Sharing-Plattform Flickr auf das Thema gestoßen. Sie haben mich dort nach einigen meiner Bilder gefragt. Ich war ziemlich überrascht, da ich meinen Account dort sehr stiefmütterlich behandelt habe. 2013 habe ich mich dann nach Möglichkeiten umgesehen, ausschließlich von der Fotografie zu leben. Wie gesagt, ich habe schon viele Dinge ausprobiert und eine Sache war eben Stockfotografie. Ich habe damals ein exzellentes spanisches Forum entdeckt: Mymicrostock. Ein paar meiner Kollegen haben dort Tipps angeboten, ohne etwas dafür zu verlangen. Es ging einfach um den Erfahrungsaustausch. Dank dieses Forums und der Mitglieder bin ich heute Stockfotograf. Meinen ersten Sales habe ich dann im September 2013 via Shutter gehabt. Damals habe ich acht Dollar verdient.

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Was fotografierst du am liebsten?

Meine Leidenschaft ist die Pressefotografie. Allerdings wird man damit in Spanien nicht reich. Ich liebe auch die Reisefotografie. Mir gefällt daran der extrem entspannte Ansatz: Es gibt selten Deadlines oder konkrete Pläne.

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Und was gefällt dir so gar nicht?

Eigentlich nichts. Wenn ich etwas nicht mag, dann mache ich es auch nicht. Das ist das Schöne an der Stockfotografie: Ich kann tun und lassen, was und wie ich will.

Was war das Highlight deiner bisherigen Karriere?

Ich denke es war der Moment, ab dem ich in der Lage war meine Rechnungen mit Stockfotografie zahlen zu können.

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Was gefällt dir am meisten daran, ein Stockfotograf zu sein?

Ich weiß die Freiheiten zu schätzen. Es gibt keine wirkliche Hierarchie, keine Bosse oder Kunden. Niemand muss mich wirklich erreichen können. Ich habe Zeit, und das ist für mich das Wertvollste.

Schauen wir mal in die Zukunft, auch wenn das gerade sicherlich nicht leicht ist: Wie sehen deine Pläne aus?

Ich bin ein bescheidener Mensch. Wenn ich weiterhin von der Stockfotografie leben kann, macht mich das glücklich. Man muss schon aufpassen, wie sich der Markt entwickelt, aber nach sieben Jahren im Geschäft ist man schon ein alter Hase und weiß, worauf es ankommt.

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Gibt es etwas, was du Stock-Neulingen raten würdest? Und was empfiehlst du denjenigen, die schon länger dabei sind?

Wie Woody Allen schon gesagt hat: „Schnapp dir die Kohle und renn!“ Ich würde sagen, dass Stockfotografie zu Beginn eine komplizierte Welt ist. Es erfordert Geduld, bis man finanzielle Resultate sieht. Wer sich das schnelle Geld erhofft, ist dort eventuell fehl am Platz. Und diejenigen, die schon länger dabei sind, könnten mir mal bitte sagen, wie man mit Stockfotografie langfristig reich wird.

Unter dem Label "Westend61" veröffentlichen wir Artikel im Blog, an denen mindestens zwei verschiedene Personen beteiligt waren. Denn guter Content ist ganz oft eine Sache von Teamwork - auf diese Gemeinschaftsproduktionen sind wir deswegen auch besonders stolz. Sollte jemand eine Frage zu diesen Artikeln haben, leiten wir diese natürlich an die entsprechenden Autoren oder Ansprechpartner weiter.