Resonanz – selbstwirksam in der Wir-Kultur

Unter dem Eindruck globaler Krisen macht sich in der Gesellschaft ein zunehmendes Bedürfnis nach Gemeinschaft und Solidarität bemerkbar. Denn kollektive Unsicherheitserfahrungen wie die Corona-Pandemie haben deutlich gezeigt, dass wir nur gemeinsam bestehen können. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht den Austausch mit seinen Mitmenschen, und oft genug auch ihre Unterstützung. Die neue Wir-Kultur ist Korrektiv zu einem gesellschaftlichen Trend zu fortschreitender Individualisierung der Lebensentwürfe, aber nicht unbedingt ein Gegenmodell: Sie bedeutet die Weiterentwicklung der Individualisierung zu einer Co-Individualisierung, die auch die Bedürfnisse der anderen und der Gemeinschaft im Blick behält. Ohne Gemeinsinn kann keine Gesellschaft auf Dauer existieren. Von Achtsamkeit, Empathie und Solidarität geleitete Handlungen sind es, die dem Einzelnen ein Gefühl der Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit vermitteln. Das ist nicht nur sozial, sondern vermittelt auch das gute Gefühl, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Das macht Wir-Kultur zum starken Stoff für gute Stockfotos!

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Starke Bildbotschaft: Gemeinsam geht es besser!

Probleme, die uns alle betreffen, lassen sich besser lösen, wenn wir sie gemeinsam angehen. Sich gemeinsam für eine gute Sache zu engagieren, vermittelt dem/der Einzelnen ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Das ist die beste Medizin gegen Ohnmachtsgefühle, die uns manchmal zu überwältigen drohen. Es ist kein Widerspruch, wenn dieser Ausdruck von Wir-Kultur manchmal laut und konfrontierend auftritt: Solidarität bedeutet nicht, immer mit allem einverstanden zu sein, sondern manchmal auch laut zu protestieren. Das macht dieses Stockfoto von Eugenio Marongiu sehr schön deutlich: der Mann mit dem Megafon und seine Mitstreiter sind hier gerade sichtlich ganz und gar nicht einverstanden und machen das auch deutlich.

Stockfoto, lizenzfrei, Mann hält Megaphon und schreit mit Demonstranten auf der Straße
©Westend61 / Eugenio Marongiu

Die neue Wir-Kultur speist sich nicht zuletzt aus der Erkenntnis, dass wir alle dieselbe Erde bewohnen und gemeinsam für sie verantwortlich sind. Die moderne Menschheit ist hochmobil und vernetzt, die Probleme der Welt lassen sich nicht von Ländergrenzen aufhalten. Austausch der verschiedenen Kulturen untereinander ist Voraussetzung für eine gelingende und friedliche Zukunft, aber auch für die Bewältigung globaler Probleme wie des Klimawandels.

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So wichtig Kontakte auf politischer und diplomatischer Ebene auch sein mögen, am wichtigsten ist die Begegnung von Mensch zu Mensch: Nur so lassen sich Vorurteile und Ängste vor dem jeweils Fremden abbauen und gegenseitiges Vertrauen und Verständnis aufbauen. Es geht um die gemeinsame Verantwortung aller Menschen für die Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder, die auf diesem Stockfoto von Maskot gut zum Ausdruck kommt: Wo wir auch herkommen und welche Hautfarbe wir haben mögen: die meisten von uns haben letztendlich dieselben Wünsche und Hoffnungen.

Stockfoto, lizenzfrei, Mütter spielen mit Töchtern, die im Park sitzen
©Westend61 / Maskot

Der zentrale Ort von Sicherheit, Geborgenheit und Zusammenhalt ist für die meisten Menschen das persönliche Nahumfeld von Familie und Freunden. Mit ihnen können wir lachen und Spaß haben, denn wir haben eine gemeinsame Wellenlänge und ein gewachsenes Gefühl von Zusammengehörigkeit. Diese Menschen sind aber auch ein sicherer Hafen in stürmischen Zeiten, wo wir Verständnis und Ermutigung finden, wenn die Wogen mal über uns zusammenzuschlagen drohen. Hier können wir ohne Maske auftreten und so sein, wie wir nun mal sind: auch einmal verletzlich, niedergeschlagen oder sogar verzweifelt. Es sind gerade solche Momente, in denen sich wahre Freundschaft und Zuwendung am deutlichsten zeigen und beweisen. Dieses emotionale Stockbild von INMAGES, auf dem zwei Frauen eine traurige Freundin trösten, bringt es gut auf den Punkt.

Stockfoto, lizenzfrei, Ältere Freundinnen trösten einen traurige Freundin zu Hause.
©Westend61 / INIMAGES

Emotionale Stockfotos für viele Zwecke

Das „Wir“ ist der soziale Kitt, der jede Gesellschaft zusammenhält. Am deutlichsten merken wir das, wenn er hier und da zu bröckeln beginnt. Und wir erkennen: Wir brauchen ihn in allen Teilen und Ebenen unseres hochkomplexen Gemeinwesens. Dementsprechend breit gefächert sind auch die Anwendungsmöglichkeiten von Bildern zum Thema Wir-Kultur. Das kann im Kontext von Institutionen und Initiativen sein, die für Transparenz und Corporate Social Responsibility in unterschiedlichster Form eintreten; es kann Werbung für die Arbeit etablierter Sozialverbände sein; es kann Illustration für Kernwerte gesellschaftlicher, administrativer und politischer Arbeit sein; es kann die Anliegen sozialer und kirchlicher Einrichtungen plakativ zum Ausdruck bringen. Das sind nur ein paar wenige Beispiele. Denn es gibt – zum Glück – eine Menge Menschen, die sich für Empathie und Mitmenschlichkeit einsetzen.

Hubertus Stumpf

Hubertus Stumpf weiß als langjähriger Zeitungsredakteur, dass ein guter Text nur die halbe Miete ist, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen – genauso wichtig ist ein gutes Bild, das den Betrachter in den Text zieht. Der studierte Germanist ist ein Mann der schreibenden Zunft, beschäftigt er sich aber seit einiger Zeit auch verstärkt mit den Möglichkeiten der Digitalfotografie.