Lifestyle aus Extremadura – Lupe Rodriguez

Lupe Rodriguez ist eine Lifestyle-Fotografin aus Badajoz in der spanischen Region Extremadura. Sie hat sich der Stockfotografie verschrieben und produziert Bilder für Kunden auf der ganzen Welt. Die Stockfotografie ermöglicht es ihr, kommerzielle Inhalte zu erstellen, indem sie den Lebensstil und das Business von Menschen auf eine authentische und natürliche Weise zeigt. Um sie ein wenig besser kennenzulernen, haben wir ihr für unseren Blog ein paar Fragen gestellt.  

Nachdenkliche junge Frau sitzt zu Hause auf dem Sofa
Lizenzfreies Stockfoto
© LUPE RODRIGUEZ/Westend61

Hey, schön heute mit dir zu sprechen. Erzähl uns mal, wer ist Lupe Rodriguez?

Ich wurde in Vizcaya geboren und verbrachte dort meine Kindheit, bis meine Familie in ihren Herkunftsort Badajoz zurückkehrte. Seitdem lebe ich hier. Ich liebe das Licht in Extremadura! Ich bin ein Familienmensch und ein einfacher Mensch. Ich würde gerne mehr reisen, als ich es bisher getan habe. Ich möchte viele Orte und Menschen kennenlernen und fotografieren.

Wann und warum hast du angefangen zu fotografieren?

Ich habe schon immer gerne fotografiert. Als kleines Mädchen habe ich mir immer Familienfotos angeschaut. Schon im Alter von 14 Jahren fing ich an, mit meinem jetzigen Ehemann auszugehen. Seine Großmutter zeigte mir einmal seine alten Fotoalben. Ich habe sie verschlungen, denn das Betrachten dieser Fotos weckte Emotionen in mir. Sie haben mich dazu inspiriert, so viele Emotionen wie möglich einzufangen. Die Fotografie gibt mir das nötige Werkzeug dazu. Als meine ältere Tochter 2002 und dann meine zweite Tochter 2004 geboren wurden, habe ich ununterbrochen Fotos von ihnen gemacht. Ich wollte eine Dokumentation ihres täglichen Lebens schaffen. Ich entdeckte dabei, dass die Fotografie ein Teil von mir war. Ich erkannte es auf einmal als das, was ich für immer machen wollte.

Glücklicher männlicher Botaniker, der ein Pflanzenblatt im Gewächshaus untersucht
Lizenzfreies Stockfoto
© LUPE RODRIGUEZ/Westend61



Im Jahr 2012 beschloss ich mich komplett der Fotografie zu widmen. Ich nahm an einem Fotowettbewerb in Extremadura teil und gewann mit einem Bild, das ich ohne besondere fotografische Kenntnisse aufgenommen hatte. Tatsächlich war es das erste Mal, dass ich eine digitale Spiegelreflexkamera benutzt habe. Rückblickend kann ich sagen, dass an diesem Punkt meine Reise als Fotografin eigentlich begann.

Machst du nur Stockfotografie oder auch andere Projekte?

Ich widme mich schon voll und ganz der Stockfotografie, aber ich würde sagen, es fließen auch immer wieder persönliche Projekte mit ein. Ich habe das Gefühl, alles ist miteinander verbunden. Meine persönlichen Fotos werden zu meiner Arbeit und meine Arbeit ist ein Teil von mir.

Großvater und Enkel pflücken Auberginen auf einem Feld
Lizenzfreies Stockfoto
© LUPE RODRIGUEZ/Westend61

Wie hast du die Stockfotografie entdeckt und wie lange bist du schon dabei?

Ich entdeckte das Geschäft mit lizenzfreien Bildern im Jahr 2014, als ich mich permanent mit Fotografie beschäftigte. Im Internet fand ich ein Interview mit einer amerikanischen Fotografin, in dem sie erzählte, wie sie mit Stockfotografie ihren Lebensunterhalt bestreitet. Zu dieser Zeit arbeitete ich als Operator in einem Callcenter. Zwischen den Anrufen las und saugte ich alles auf, was mit Fotografie zu tun hatte, bis ich über Stockfotografie stolperte. Ich erkannte, dass die Fotografie mein Weg war, diesem monotonen und roboterhaften Job zu entfliehen, bei dem ich das Gegenteil von dem tun musste, was ich wirklich tun wollte.

Junge Frau schaut aus dem Fenster und steht in der Küche
Lizenzfreies Stockfoto
© LUPE RODRIGUEZ/Westend61

Als ich meine ersten Bilder auf die Homepages einiger Stock-Agenturen hochgeladen hatte, war noch keine Kontinuität in meiner Arbeit zu erkennen. Es hat schon ein paar Jahre gedauert. Jose Manuel Gelpi, ein Fotograf, den ich in einem Fotoworkshop kennengelernt habe, der nichts mit Stockfotografie zu tun hatte, inspirierte mich, mich mehr damit zu beschäftigen. Der Entschluss stand fest, und 2016 bewarb ich mich zum ersten Mal bei einer Makrostock-Agentur.

Lizenzfreie Bilder zum Thema Diversity

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Was fotografierst du am liebsten?

Menschen sind zweifelsohne das, was mich am meisten interessiert und motiviert, es können aber auch Orte sein. Ich zeige gerne das Zeitgeschehen und den Zeitgeist, aber auch den Lebensstil der Menschen.

Und das Thema, das dir am meisten missfällt?

Stillleben/Produktfotografie – aber ich bewundere Menschen, die ein Produktfoto mit der nötigen Perfektion anfertigen können. Das ist das, was ich am wenigsten mag, diese sehr methodische Fotografie.

Was sind Highlights deiner Fotografen-Karriere?

Wenn ich versuche, meine persönlich besten Fotos des Jahres zu wählen, oder so ähnlich. Ich kann nicht wirklich sagen, welche Bilder oder welche Session mir mehr gegeben haben. Für mich haben alle auf die eine oder andere Weise etwas, das sie einzigartig macht. Generell, wenn ich keine andere Wahl hätte, als ein Highlight zu nennen, wäre es wahrscheinlich ein Porträt.

Junge und Mädchen sitzen auf einem Skateboard und benutzen ein Smartphone
Lizenzfreies Stockfoto
© LUPE RODRIGUEZ/Westend61

Was gefällt dir als Stockfotograf am meisten?

Herrin meiner Zeit zu sein, ist für mich das Wertvollste. Das kann man nicht mit Geld aufwiegen. Eine andere Sache ist, dass ich von überall auf der Welt aus arbeiten kann und keine echten Kunden oder Chefs habe, um die ich mich kümmern muss. Für mich geht es vor allem um persönliche Freiheit. Ich schätze die Möglichkeit, dass meine Bilder in allen Medien veröffentlicht werden können. Von mir sagen zu können, dass ich für das Leben, wie ich es führen möchte, bezahlt werde, ist eine bedeutende Errungenschaft für mich, und eine unbezahlbare obendrein. Mir geht es nicht darum, dass mein Name in der Welt der Fotografie anerkannt wird. Wenn ich sehe, dass ein Foto von mir veröffentlicht und bezahlt wird, ist das die bestmögliche Anerkennung für meine Arbeit.

Junge Frau trinkt Kaffee in einem Café
Lizenzfreies Stockfoto
© LUPE RODRIGUEZ/Westend61

Was hat dich dazu bewogen, mit W61 zu arbeiten? Was gefällt dir dort am meisten?

Ich bewundere die Qualität ihrer Arbeit. Sie vermarkten nicht nur die Fotos ihrer Fotografen, sondern kümmern sich auch sehr um ihre Community. Der Workflow und die Effizienz sind hervorragend. Die Fotografen bekommen die Anerkennung, die sie verdienen, und die Kommunikation zwischen der Agentur und uns ist perfekt. Ihr Keywording unterscheidet sich von dem anderer Agenturen, was unsere Arbeit sehr viel angenehmer macht.

Nachdenkliche junge Frau, die am Schreibtisch sitzt und wegschaut
Lizenzfreies Stockfoto
© LUPE RODRIGUEZ/Westend61

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?

Ich möchte meine Arbeit weiter über Bildagenturen anbieten, um mich weiterhin den Dingen zu widmen zu können, die ich im Leben mag. In der Lage zu sein, mit mehr Qualität und Vielfalt zu produzieren, ist mein Ziel.

Gibt es etwas, was du Fotografen sagen möchtest, die in die Stockfotografie einsteigen wollen?

Wenn es etwas ist, das Ihr wirklich tun wollt, dann schiebt es nicht auf, sondern fangt damit an. Wartet nicht, bis Ihr ein bestimmtes Niveau erreicht habt, von dem Ihr glaubt, dass Ihr es für den Start braucht. Es ist der Weg, der Euch formt und der Euch dazu bringt Euch zu verbessern und schließlich der Fotograf zu werden, der Ihr eigentlich sein solltet. Es ist ein langer Weg, aber ein spannender.

Unter dem Label "Westend61" veröffentlichen wir Artikel im Blog, an denen mindestens zwei verschiedene Personen beteiligt waren. Denn guter Content ist ganz oft eine Sache von Teamwork - auf diese Gemeinschaftsproduktionen sind wir deswegen auch besonders stolz. Sollte jemand eine Frage zu diesen Artikeln haben, leiten wir diese natürlich an die entsprechenden Autoren oder Ansprechpartner weiter.