Ein langjähriger Wegbegleiter von Westend61 ist Michael Kopal in Köln, Art Director für den Raum Nordrhein-Westfalen: Schon seit zehn Jahren ist er wichtiger Teil des Kreativdepartments. Bei der Betreuung „seiner“ rund 20 Fotografen kommt ihm zugute, dass er das Thema People & Lifestyle-Fotografie selbst aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt hat: Der Diplom-Designer und -Illustrator war vor seiner Mitarbeit in Bildagenturen rund zehn Jahre lang in der Werbung tätig.

In seiner Zeit als Werber ist der Mann aus dem Ruhrgebiet viel herumgekommen: Als Art Director verschiedener Werbeagenturen arbeitete er unter anderem in Hamburg, Düsseldorf, Mailand und München. Die Erfahrungen, die Michael Kopal in diesem Umfeld sammeln konnte, sollten ihm später vielfach zugutekommen: „Ich war damals schon in der Fotoproduktion tätig und habe dabei viel gelernt“, erzählt er über seine Arbeit in den 1990er-Jahren.

Aspekte wie Bildgestaltung und -sprache, Modelauswahl, Zusammenarbeit mit Fotografen, aber auch ein gutes Gespür für Trends und die Vermarktbarkeit eines Bildes waren ihm also schon vertraut, als er später für rund zwei Jahre als Art Director für eine Bildagentur arbeitete. Von dort fand er den Weg zu Westend61. Und man kann wohl sagen, dass er das Konzept von Westend61 maßgeblich mit beeinflusst hat, indem er dort den urbanen Akzent der People & Lifestyle-Fotografie etablierte, als er Erfahrungen aus seinen früheren Tätigkeiten einbrachte. „Und als Werber kann ich außerdem auch beurteilen, was gekauft wird“, erklärt Michael – eine Kombination von kreativem und kaufmännischem Denken, von dem Westend61 nur profitieren kann. „Ich habe da beide Welten im Kopf“, sagt Michael.

Natürlich war für die erste Kontaktaufnahme mit Westend61 ausschlaggebend, dass Michael die dort angebotenen Bilder ansprechend fand, doch schon bald nach Beginn der Zusammenarbeit stellte er fest, dass ihm auch das Miteinander im Team zusagte. Und es ist sicherlich dieses persönliche Klima, das Westend61 – neben qualitativem Anspruch und kreativen Konzept – von vielen Mitbewerbern abhebt.

Auf diesen partnerschaftlichen Umgang legt Michael auch bei der Zusammenarbeit mit seinen Fotografen Wert: „Der persönliche Draht ist für unsere Arbeit sehr wichtig, denn im Dialog mit den Fotografen entsteht schließlich das Konzept für gute Bilder.“ Oft münden diese Kontakte auch in freundschaftliche Bande, so dass Arbeit und Privates, Beruf und Freizeit manchmal ineinander übergehen, was seiner Erfahrung nach sehr angenehm ist, denn: „So fühlt sich das oft gar nicht wie Arbeit an. Ich nenne das mein ,Family-Konzept‘, und es funktioniert sehr gut.“ Unterstützt er die Fotografen mit seinem Gespür für relevante Themen sowie bei der Auswahl von Models, Locations, Styling und Kleidung, so profitiert Michael umgekehrt oft von der Ortskenntnis und den Kontakten der Leute an der Kamera. „Dabei entstehen dann manchmal gute Ideen und Konzepte, auf die man alleine gar nicht kommen würde“, sagt er.

Und noch einen Aspekt hebt Michael hervor: „Ich selbst habe bei meiner Arbeit für Westend61 auch viel über die technische Seite der Fotografie gelernt, und inzwischen fotografiere ich bei Produktionen auch sehr gerne mit.“ Unter dem Pseudonym Richárd Bellevue liefert Michael selbst Bilder für Westend61. Die dabei gewonnen praktischen Erfahrungen mit Bildbearbeitung, Qualitätskontrolle, Retusche etc. haben ihm ebenfalls dabei geholfen, sich gewissermaßen wie einer von seinen Fotografen zu fühlen. Auf diese Weise kann er gleichsam „durch die Kamera“ Anweisungen geben und sich besser in die Lage des Fotografen versetzen, was die Zusammenarbeit erleichtert. Man könnte also sagen, dass bei Michael Kopal zu den Perspektiven von Werbefachmann und Bildgestalter noch ein dritter Blickwinkel hinzugekommen ist – nämlich, sozusagen als „dritte Brille“, der Blick durch den Kamerasucher.