Kleine Fluchten aus dem Alltag
Wir alle kennen diese Momente, in denen wir am liebsten laut schreien würden „Weeelt, halt aaaan, ich will AUSSTEIGEN!“ Es sind diese Tage, die schon morgens schmecken wie ein zu lange im Mund herumgewälzter Kaugummi, an denen nichts klappen will oder an denen uns einfach alles zu viel wird. Ganz klar: Dann brauchen wir eine Auszeit, und die sollten wir uns auch dringend nehmen, damit nicht irgendwann die Batterie leer ist.

Aber es muss nicht gleich per Anhalter nach Indien sein: Tief durchatmen, einen Schritt zurücktreten und den Alltag mit etwas gesunder Distanz betrachten kann schon helfen – und vor allem: sich selbst etwas Gutes tun, und sei es noch so klein. Sie sind für uns alle lebenswichtig, solche kleinen Fluchten aus dem Alltag. Denn schließlich ist der Mensch keine Maschine, sondern ein hochkomplexes Lebewesen, das nicht nur aus Fleisch und Blut besteht, sondern auch eine Seele hat. Nicht nur unser Körper will gepflegt und genährt sein, sondern auch unsere innere Befindlichkeit. So vielfältig die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Methoden, um dem Alltagsstress mal kurz eine Nase zu drehen. Das Ziel ist immer dasselbe: eine Ruheinsel im hektischen Getriebe des Lebens mit all seinen Erfordernissen und Verpflichtungen zu finden, auf der wir ganz wir selbst sein und wieder Kraft für die nächste Runde im Hamsterrad tanken können.

Nimm Dir Zeit für Dich selbst
Die Komplexität und Schnelllebigkeit unseres durchdigitalisierten und -getakteten Daseins ist zwar aufregend und bunt, kann aber auch eine Belastung sein. Das gilt umso mehr in Zeiten wie diesen, in denen wir unaufhörlich mit den Auswirkungen einer weltweiten Krise namens Corona konfrontiert sind und die Flut beunruhigender Nachrichten scheinbar kein Ende nehmen will. Dann tut es gut, mal kurz den Stecker zu ziehen, sich zu entspannen und auf sich selbst zu besinnen, damit man wieder Zuversicht schöpfen kann.

Auf der Suche nach „dem großen Glück“ vergessen wir oft, dass sich dieser ersehnte Zustand letztendlich aus der Summe vieler kleiner Glücksmomente zusammensetzt. Nur versäumen wir es leider zu oft in unserer Eile und Hektik, sie gebührend zu genießen oder auch nur bewusst wahrzunehmen. Eins haben diese Momente – wie auch immer sie für jeden Einzelnen aussehen mögen – gemeinsam: Man muss sich ein bisschen Zeit für sich selbst nehmen.

Das ist nicht Egoismus oder Faulheit, sondern vielmehr Zeichen der Wertschätzung für sich selbst. Psychologen haben dafür den Begriff „Selbstfürsorge“ geprägt. Wer gelernt hat auf seine innere Stimme zu hören, kann nicht nur besser auf sich selbst, sondern auch auf seine Mitmenschen aufpassen. Aber um diese Stimme zu hören, müssen wir erst einmal den Kopf freibekommen vom ewigen Hintergrundrauschen der lauten Welt um uns herum.

Starke Bilder von kleinen Auszeiten
Sicher haben die meisten von Euch – vielleicht auch ganz unbewusst – ganz individuelle Lieblingsmethoden um sich mal kurz aus dem Getöse auszuklinken und „auf Durchzug“ zu schalten. Aber auch das Visualisieren, also eine lebhafte Vorstellung von einem angestrebten Zustand, kann uns schon guttun. Und noch besser sind natürlich schöne Bilder. Darum haben wir Euch hier eine Lightbox zusammengestellt. Sie zeigt starke Fotos von Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, weil sie gerade einmal nichts müssen, wollen oder darstellen – sondern einfach nur da sind und den Moment genießen. Machen wir’s ihnen nach!


